Die Dinge, die ich mag

Aufschreiben, was gut ist…

Archive for April, 2010

Facebook und die Sicherheit

Habe ich mich noch bis vor kurzer Zeit gegen ein Übermaß an Mitgliedschaften in Sozialen Netzwerken gewehrt, musste ich mich nun doch der Facebook-Mania geschlagen geben. “I Like!”, “Fan werden”, “anstupsen”, Facebook-Chinesisch und Funktionen, die ich seit ein paar Tagen ausführlich nutze. Aber warum mein Wandel?

Den größten Unterschied, und damit auch der eigentliche Grund, warum ich jetzt doch Facebook-Jünger wurde, macht die Sicherheit. Sicherheit? Bei Facebook? Das ich nicht lache! So wäre mein Kommentar zu früheren Zeiten ausgefallen. Aber, und das musste ich auch schon in anderen Lebenslagen, -bereichen und -fragen lernen, man sollte sich immer erst intensiver mit einer Materie auseinandersetzen, bevor man sie verteufelt.

Bei Facebook gelang dieser Spagat, zwischen meiner angeborenen Vorurteilsbelastung, der Datenkrake Facebook und der Gefahr, durch das Gesichtsbuch alle und jeden über seine noch so intimsten Geheimnisse zu informieren (Ok, für diese Spagat hätte ich drei Beine gebraucht).

Nachdem ich mich von Arbeitskollegen anleiten und einführen lies sowie unter Zuhilfenahme meiner beschränkten autodidaktischen Fähigkeiten im Studieren der ganzen Sicherheit- Persönlichkeits- und Veröffentlichungs-Einstellungen von Facebook, stellte ich fest, dass die meisten meiner Vorbehalte unbegründet waren.

Facebook erlaubt jedem, sein Profil insoweit von der Öffentlichkeit abzuschotten, dass es im Endeffekt niemand finden und sehen kann. Auch wenn dieser Zustand dann sicher nicht mehr das ist, was man unter “Vernetzen” versteht, theoretisch eröffnen die Macher von Facebook einem diese totale Einschränkung jedoch. Und das war mir wichtig! Es einfach nur zu wissen. Zu wissen, dass Facebook auch an seine Nutzer und deren Persönlichkeitsrechte denkt – nicht nur an den eigenen Profit sowie an das Speichern so vieler privater Daten der Menschheit wie möglich, um aus diesem Fundus heraus, später die Weltherrschaft an sich zu reißen!

Ein bisschen Kritik an Facebook muss also bleiben. ;)

Victor

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Blümchen zum 30. Geburtstag

Ja, es gibt Menschen, die haben grenzwertige Vorlieben. Der eine mag Brötchen mit Nutella und Scheibenkäse, der andere mag frisierte Hundebeine und wieder andere Mainz 05. Ich mag Jasmin Wagner!

Jasmin Wagner? Warum schreibt er über eine allen anderen völlig unbekannte Frau? Pustekuchen! Alle Menschen zwischen, sagen wir, 25 und 40 Lebensjahren kennen Jasmin Wagner! Weltbekannt natürlich eher unter dem Pseudonym Blümchen! Der Schräg-Musik-Legende der 1990er Jahre!

“(Piep, Piep) Kleiner Satellit”, “Boomerang”, “Herz an Herz” und nicht zu vergessen, “Bicycle Race” – Alles Hits von Blümchen (also zumindest von ihr gesungen)! Songs, die zum Fremdschämen gerade zu einladen, in vielen Jugendzimmern und auf vielen Walkmen (ja, so hießen MP3-Player früher!) jedoch rauf und runter liefen!

Blümchen war (und ist es für mich bis heute) eine Mischung aus “läcker Mädsche”, nach dem sich pubertäre Jungs gerne umsahen, Stimmwunder mit der Klangfarbe eines C64-Computerspiels sowie mutiger Frau, die auch nach dem “Abgesang” ihrer Weltkarriere immer zu ihrer Vergangenheit stand.

Auch wenn Sie Autogrammjägern, Kameramännern und Reportern keines Blickes mehr würdigt, die sie mit Blümchen ansprechen, Jasmin Wagner ist und bleibt schon jetzt eine Legende! Eine Frau, die ihren Weg ging! Und so freue ich mich umso mehr, dass Blümchen auch mit 30 Jahren nicht in Vergessenheit geriet.

Klatschmedien rissen sich geradezu darum, ihren Ehrentag (20. April 1980) publikzumachen. Außer einem Schnipsel-Spot im Lokalsender Dockenhudens, schaffte es die ehemalige Techno-Queen jedoch in kein Fernsehprogramm! Mag daran liegen, dass sie die Weltpresse auch weiterhin nach Blümchen verlangt, Jasmin Wagner sich jedoch nicht mehr angesprochen fühlt!

Egal… Ich gönne Blümchen ihre Privatsphäre und hoffe, dass sie mit ihren Welthits so viel Geld zusammengekratzt hat, dass sie mit ihren 30 Lenzen über all die Häme schmunzeln kann, die auch in diesem Artikel nicht ganz wegzudiskutieren ist!

Herzlichen Glückwunsch Blümchen!

Victor

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Brote mit zur Arbeit nehmen!

Zur Typisierung von Menschen und ihrer Verpflegung auf der Arbeit, kann man in der Regel drei Einstufungen vornehmen.

  • Der “Ich-esse-nicht-auf-der Arbeit”-Typ: Solche Menschen frühstücken zumeist ausführlich vor der Arbeit und essen dann nach der Arbeit noch mal ein warmes Abendbrot
  • Der “Ich-kaufe-mir-nebenan-ne-Kleinigkeit”-Typ: Diese Menschen versorgen ihren Körper durch Glutamat-Futter von der Imbissbude um die Ecke
  • Der “Ich-”schmiere”-mir Brote”-Typ: Zu diesem gehöre ich. Wie der Name schon sagt, opfern diese Menschen kostbare Minuten der Post-Aufsteh und Prä-Arbeitsbeginn-Zeit, stellen sich in dir Küche und belegen diverse Scheiben Brot mit dem was der Kühlschrank an Drauflegbarem so anbietet. Die “Hardcore”-Ich-schmiere-mir-Brote”-Typen verzichten anschließend nicht darauf, die Selbstproduzierten in einer klassischen Butterbrotdose zu verstauen. Früher uncool, heute auch noch! Aber darum geht es nicht.

Brote mit zur Arbeit nehmen ist fast schon eine politische Einstellung! Gegen den Kommerz und gegen die Wegwerfgesellschaft! Nicht zu Letzt behält dabei auch die Hoheit über die Ingredienzien seiner Brote. Die Zutaten fair und bio gekauft, schützt man nicht nur Umwelt und Mitmenschen, sondern tut zu allem Überfluss, was ein Wortspiel, auch seinem Körper noch etwas Gutes!

Vom Geld, was man spart, mal ganz abgesehen! Brote, in manchen Landesteilen auch als Hasenbrote, Stullen oder Futterkorn bezeichnet, mit zur Arbeit nehmen gehört damit definitiv zu den Dingen die ich mag!

Euer Victor

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Der neue Trend: Frittieren!

Spätestens seit Reiner Calmund vor Jahren auf dem Radiosender 1Live seine eigene Frittier-Reihe “Frittieren mit Calli” sein Eigen nennen durfte, steht Frittieren bei vielen Menschen wieder hoch im Kurs! In diesem Zusammenhang kann ich stolz und ohne Übertreibung behaupten, dass ich diesen Trend bereits vor zwölf Jahren erahnt bzw. herbeigesehnt habe. Damals erhielt ich von Freunden eine Fritteuse zum Geburtstag geschenkt (Ja, es gibt auch nützliche Geschenke!).

Bereits zu Kinderzeiten erhielt der kleine Nico von seiner Mutter frisch frittierte Pommes Frites zum Mittagessen. Keine Angst! Nur ein Mal pro Woche! Also alles verträglich. Nun hatte ich also meine eigene Fritteuse! Später auch meine eigene Wohnung, in der ich mein neues Prunkstück der Küchen-Unterhaltungsindustrie ausgiebig testen konnte. Wie gesagt, das ist zwölf Jahre her. Dass es nicht schon damals zu einer Erfolgswelle des Heim-Frittierens kam, lag wohl auch daran, dass niemand meinen Hang zum Selbstfrittieren verstehen konnte: Zu ungesund, zu viel Fett, zu viel dies und zu viel das!

Die Wenigen, die ich zum Frittieren in mein trautes Heim einladen konnte, beließen es im Anschluss leider beim einmaligen Frittierbesuch. Zu sehr nervte der Frittenfett-Geruch, der nicht nur die gesamte Wohnung für Tage geruchlich in eine Frittenschmiede verwandelte, sonder auch zwei Vollwaschgänge nach sich zog, wollte man den Geruch wieder aus der Kleidung haben.

Trotzdem, meine Liebe zum Frittieren habe ich nie aufgegeben. Tapfer kämpfte ich für das Recht aufs Frittieren! Erst im Jahr 2010 fand ich dann Gleichgesinnte Frittier-Fetischisten! Neue Stadt, neue Wohnung, neue Kollegen bzw. Kolleginnen! So kam es dazu, dass drei Kolleginnen und ich uns voller Vorfreude in meiner Frittierhütte zum gemeinsamen Frittieren trafen. Und ich lernte dazu…Nicht nur, dass wir die Klassiker Pommes, Fischstäbchen und Kroketten frittierten, auch Käsekuchen, Snickers und Mars gönnten sich das heiße Fett – eingelegt in selbstgemachtem Bierteig. Nach dem Genuss dieser Heißware, musste das Frittieren von Weintrauben, Gummibärchen, Tomaten und Bonbons jedoch verschoben werden. Zu sehr ausgefüllt waren unsere Mägen.

Trotzdem: Frittieren bringt nicht nur Lebensmittel mit bestem Pommesbuden-Geschmack auf den Teller, es fördert auch Gemeinwohl, Zusammengehörigkeitsgefühl, befördert jede Party zum ultimativen Geruchshöhepunkt und macht dick. Dick? OK, gesund ist der hastige und hochfrequentierte Genuss von Frittierware wohl nicht. Aber egal….Alles in Maßen! Nicht wie bei Calli Calmund in Massen!

Also: Frittiert bis das Frittierfett qualmt!

Euer Victor

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Korrekte Fahrradfahrer!

Ein Fahrradfahrer ist zwar im engeren Sinne kein Ding, das Fahrrad selbst jedoch schon. Daher bezeichne ich den Pedalisten, der auf seinem Sattel sitzt, gleichwohl als Ding. Selbst ein begeisterter Fahrradfahrer, mag ich Gleichgesinnte, die den Weg zur Arbeit, zum Bäcker, zum Sport, ins Restaurant oder in die Kneipe mit einem, im Münsterland auch als „Leeze“ bezeichneten, Zweirad zurücklegen.

Da Fahrradfahren allgemein als gesund gilt, man ist schließlich an der frischen Luft und treibt seinen fahrbaren Untersatz per Muskelkraft an, belebt man gleichzeitig Körper und Geist. Den Geist? Ja! In der Stadt, in der ich lebe, einer norddeutschen Metropole, musst man beim Rad fahren auch immer hellwach sein. Nie sollte man auch nur ansatzweise einen Gedanken an die schöne Umgebung verschwenden, darüber nachdenken, was man Abends kochen möchte, oder was das Wochenende wohl an schönen Überraschungen bereit halten könnte!

Denn: Diese Überraschungen erlebt man in der Regel schon nach wenigen Minuten auf dem Fahrrad! So kommt einem nicht selten schon nach wenigen Minuten ein “Mitmensch” auf seinem Drahtesel entgegen. Auf Radwegen, die extra auch für den Gegenverkehr freigegeben sind, kein Problem – auf einem engen Fahrradweg, der links von einer vierspurigen und dicht befahrenen Straße und rechts von einer undurchdringlichen Häuserreihe begrenzt wird, ist das allerdings ein großes Problem! Noch problematischer wird es dann, wenn der Geisterfahrer auch noch auf seinem nicht vorhandenen Recht besteht, auf dem schmalen Rad-Highway auch noch Vorfahrt haben zu wollen!

Stur und unbeeindruckt kommt er mir also entgegen, der junge Leezen-Pilot (Geisterfahren ist übrigens kein ausschließlich männliches Problem!), keine Spur von Einsicht – an Absteigen denkt er natürlich nicht, an eine Entschuldigung, nachdem wir fast kollidierten, natürlich erst recht nicht! Ganz im Gegenteil! Ein rüpelhaftes „Idiot!“ schallt einem entgegen, steigt man nicht selbst vom Rad und macht Platz für den Gegenverkehr!

Da solche Vorfälle leider täglich mehrmals passieren, mag ich, (ich liebe sie quasi!) alle Fahrradfahrer, die sich an die bestehenden Gesetze der Straßenverkehrsordnung halten, die, so die offensichtliche Meinung diverser „Fußtreter“, auch für Fahrradfahrer gilt!

Fahrradfahren ist gesund, spart die nervige Parkplatzsuche, Benzinkosten und das Warten in Verkehrsstaus. Geisterfahrer allerdings haben auf deutschen Radwegen nichts zu suchen! Ein Hoch auf alle Fahrradfahrer, die das Rechtsfahrgebot kennen und sich auch daran halten. Solche Menschen mag ich!

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