Die Dinge, die ich mag

Aufschreiben, was gut ist…

Archive for Juli, 2010

Die Kunst des Schreibens

Ich lese nicht nur unwahrscheinlich gerne, ich schreibe auch, wie man sieht. Für mich führte das Eine zum Anderen, allerdings weiß ich nicht mehr, womit es angefangen hat. Wenn man als Kind noch durch die Wohnsiedlung getobt ist oder die Wälder unsicher gemacht hat, lernte man mit der Zeit und den Jahren den Wohlgeschmack eines guten Buches kennen.

Da ich unweigerlich auch auf schlechte Exemplare traf und mir durch tolle Geschichten automatisch die Lust nach etwas eigenem aufkam, fing ich selbst an zu schreiben. Ich finde es faszinierend, wie wir unsere Gedanken in Worte fassen können, so dass andere Menschen genau wissen was wir meinen oder es gar nachfühlen können. Denn: Denke ich an Gespräche, vor allem zwischen Frauen und Männer, dann wird mir nur allzu oft bewusst, wie schwer wir Menschen uns mit der Kommunikation und dem gesprochenen Wort tun. Wie wunderbar ist es dann ein Buch zu lesen und die Gedanken des Protagonisten nachvollziehen zu können, obwohl niemals ein Dialog zwischen mir und ihm stattgefunden hat.

Für mich gibt es zweierlei Gründe, warum ich ein Buch lese: Erstens, um unterhalten zu werden und zweitens, um mich zu bilden. Lese ich ein Buch aus ersterem Grund, dann muss der Lesestoff unbedingt gut geschrieben sein. Das Lesen an sich sollte schon Spaß machen und der Schreibstil sollte ein gewisses Niveau mit sich bringen, denn schließlich verbringe ich stundenweise Zeit damit. Doch was macht einen guten Schreibstil aus? Möglicherweise Übung, ein natürliches Gefühl für Sprache, viel Leseerfahrungen oder einfach nur Talent.

Eine Sache, die meiner Meinung nach von großer Bedeutung ist, ist die Kunst so wenig wie möglich zu sagen bzw. zu schreiben. Denn: Beim Lesen haben wir nur die gedruckten, schwarzen Worte auf hellem Papier, manchmal gibt es noch das ein oder andere Bild dazu, meistens sind es jedoch nur Buchstaben. Wir haben also keine Anhaltspunkte, außer den Worten und natürlich unserer Fantasie, die diese zum Leben erweckt. Während des Schreibens sollte der Autor eben genau dafür Platz lassen und nicht zu viele feste Vorgaben machen, denn erst dann können wir unsere eigene Welt aus dem Buch erschaffen. Oder wie seht ihr das?

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Immer mehr Stars zieht es in die Bundesliga

„Geld regiert die Welt“ und gerade im Sport wird dies immer deutlicher. Allerdings bringt das große Geld nicht immer auch den gewünschten Erfolg. Als ein großer Fußballfan verfolge ich nicht nur die Spiele unserer Fußball-Bundesliga, sondern interessiere mich auch für die Top-Ligen im europäischen Ausland. Immer wieder hat man neidisch nach Italien und Spanien geschaut, wo sich in beinahe jedem Spiel absolute Topstars treffen. Das ist auch in der Premier League in England der Fall. Die Bundesliga hatte hier bis auf wenige Ausnahmen immer das Nachsehen. Die Topstars hierzulande waren entweder deutsche Nationalspieler, und wenn es doch einen ausländischen Star nach Deutschland zog, dann landete dieser in München – also irgendwie auch nicht in Deutschland.

Mittlerweile hat bei den Stars des europäischen Fußballs ein Umdenkprozess eingesetzt. Man weiß die Attraktivität der Fußball-Bundesliga zu schätzen und vor allem die Tatsache, dass die Spieler in Deutschland vielleicht zwar nicht so viel verdienen wie in den anderen Top-Ligen, ihr Geld dafür jedoch Geld pünktlich erhalten.

Welch hohen Stellenwert der deutsche Fußball mittlerweile auch bei anderen Nationen hat, konnte man doch erst bei der WM in Südafrika sehen. Der Respekt vor der Spielkultur der Auswahlmannschaft des DFB war enorm. Und da freut es einen Fußballfan umso mehr, wenn unsere jungen Wilden nun Seite an Seite mit anderen großen Stars des Sports spielen. Stars wie Ribery, Robben und van Nistelrooy können auch für die Entwicklung der jungen Spieler sehr viel beitragen.

Und jetzt kommt noch ein weiterer Kracher, der für Fußballkunst auf allerhöchstem Niveau steht – Raul. Das spanische Urgestein von Real Madrid wechselt in die Bundesliga zu Schalke 04 – jedenfalls sieht alles danach aus. Damit ist dem Vize-Meister ein wirklich großer Coup gelungen und man hat einen mehr als adäquaten Ersatz für den nach Moskau abgewanderten Kevin Kuranyi gefunden. Vielleicht gelingt ja mit der Unterstützung des Superstars aus Spanien endlich der ersehnte Erfolg in der Meisterschaft und man kann den Titel nach über 50 Jahren wieder nach Gelsenkirchen holen. Eine Meisterschaft, die auch durch die vielen Stars noch mehr an Stellenwert gewinnt.

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Die Welt der Filme

Ich bin absoluter Filmfan und gehe demnach sehr gerne ins Kino. Nach Avatar, der mich zugegebenermaßen schwer beeindruckt und auch mitgenommen hat, freue ich mich nun auf den neuen Streifen von M. Night Shyamalan. Seine Filme haben mir bisher alle sehr gut gefallen und ich mag seinen „Independet-Film-Touch“. Er versucht nicht nur die Zuschauer zu amüsieren, sondern bringt eine ganz persönliche Seite in den Film, die uns bestimmte Themen aus anderen Blickwinkeln sehen lässt. Mit „The last Airbender“ packt er ein Action-Fantasy Genre an, was zu einem meiner Lieblings-Genres zählt Ich freue mich daher ganz besonders auf diesen Film.

Dazu muss ich am Rande gleich mal anmerken, wie sich die Film- und vor allem die Kinoszene mit den Jahren verändert haben. Es ist beinahe grausam, wie schnell ein Film abgesetzt wird, wenn er am ersten Wochenende nicht die gewünschte Einnahmeschwelle überschreitet. Gerade weil ich die Arbeit der Filmemacher, der Regisseure, der Schauspieler und all den Hunderten oder Tausenden von Menschen, die an einem Filmprojekt beteiligt sind schätze, gehe ich voller Freude und aus Überzeugung ins Kino. Doch mittlerweile hat sie die „Größer-Schneller-Besser-Mentalität“ auch auf die Filmindustrie und auch auf den Zuschauer übertragen. Ich finde es sehr schade, dass sehr viele Menschen so hohe Ansprüche und Erwartungen an einen Film stellen, den sie noch nicht kennen und sich deshalb nicht ausreichend auf die Handlung und die Intention der Filmemacher einlassen können.

Ich bereite mich auf einen Kinobesuch immer ein wenig vor, in dem ich mir beispielsweise Hintergrundinformationen besorge. Wer macht die Filmmusik, der sind die Regisseure und Produzenten, woher stammt die Filmidee, gibt es Adaptionen und so weiter. Dadurch baue ich schon im Vorfeld eine Beziehung zu dem Film auf und versuche auf jedes Detail zu achten. Selbst nach so vielen Jahren der Filmgeschichte und nach zahlreichen Filmen, die ich gesehen habe, gibt es immer wieder Überraschungen, Innovationen und neue Aspekte, die mich in vielerlei Hinsicht erfreuen und nicht selten meinen Horizont erweitert haben.

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Ich gehe ins Fitness-Studio!

Heute habe ich mal wieder Zeit für einen Besuch im Fitness-Studio. Aber das ist nichts Besonderes, denn ich versuche sowieso, so oft wie möglich hinzugehen. Ich brauche das einfach inzwischen. Seit gut zehn Jahren gehe ich regelmäßig, im Schnitt zwei- bis dreimal pro Woche – in letzter Zeit sogar bis zu fünfmal pro Woche!

Zwar habe zwischendurch dreimal das Studio gewechselt, bin ja auch umgezogen, aber ich konnte immer feststellen, dass man mit den Menschen, die dort trainieren, gut auskommt und es niemals Stress gibt. Wie auch? Im Idealfall powert man sich ja vollkommen aus und benutzt den am Tag angesammelten Ärger und Stress als Extrakraft – um noch mal fünf Kilo mehr hochzustemmen.

Ja, die Glücksgefühle, die man nach dem Training empfindet, sind mittlerweile zu einer Art Sucht geworden. So ist es mittlerweile sogar wissenschaftlich belegt, dass wir das, was uns viel Freude bereitet, immer wieder haben wollen. Deshalb ist es auch so schwer, mit dem Training aufzuhören, wenn man sich erst daran gewöhnt hat. Natürlich dauert das eine gewisse Zeit. Bei Anfängern wird der Schmerz nach dem Training zunächst noch größer sein, als die Freude. Deshalb brechen viele Beginner oft ab (obwohl sie weiter im Vertrag feststecken und monatlich Gebühren zahlen).

Ich habe festgestellt, dass der Körper nach ca. vier Wochen anfängt, nach Anstrengung zu fragen. Manchmal fühle ich mich müde, schlaff und antriebslos, obwohl ich ausgeschlafen bin und gesund esse. Dann merke ich, dass ich schon lange nicht mehr beim Training war. Wenn ich dann aus dem Studio rausgehe und mich aufs Fahrrad setze, fühle ich die Energie in mir und alles macht wieder Spaß.

Das Fitness-Studio ist meine Art der Abhängigkeit geworden. Und dass ich regelmäßig ins Fitnessstudio gehe, kann man das inzwischen auch prima erkennen: Ich sehe kräftig und gesund aus – dank meines Fitness-Studios.

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TV-Nostalgie

Als ich in den “goldenen” 1980er Jahren Kind war, hat mich meine Mutter mit Vorliebe vor den Fernseher geschoben und mich frei zwischen den zu dieser Zeit lediglich vorhandenen drei Kanälen wählen lassen. Drei Kanäle klingt wenig, aber ich hatte das Gefühl, dass das Programm damals besser war, als heute auf 40-400 Sendern.

Damals hatte ich den Eindruck, dass das Dritte Programm nicht für mich geschaffen war. Es lief nichts, was mich interessierte, nichts für Kinder und das war ja das einzige, was mich damals interessierte – Kindersendungen. ARD und ZDF boten mir damals jedoch so einiges!  Spaß am Dienstag und Sesamstraße im Ersten, Ferienprogramm und Sonntagskinderprogramm im Zweiten. Heute bin ich voll auf der Nostalgiewelle!

Ich sammle alles, was mit dem Fernsehprogramm dieser Zeit zu tun hat: Am liebsten natürlich TV-Aufnahmen, mittlerweile aber auch Figuren und Spielsachen mit den Inhalten der TV-Serien: Biene Maja, Sesamstraße, Heidi, Fünf Freunde, Tom Sawyer, Bugs Bunny und Micky Maus, um nur ein paar zu nennen. Man erinnert sich ja gar nicht mehr an alles, was einen damals beeinflusste. Erst die Recherche bei YouTube oder Google lässt einen so manche Serie wieder finden, die man längst vergessen hatte. Spaß am Dienstag ist da ein gutes Beispiel: Dort wurden viele verschiedene Kurzfilme gezeigt, die man dann mit einem Aha-Effekt wieder entdeckt und die einen ruck zuck in die Kindheit zurückversetzen.

Es ist einfach schön und herrlich entspannend, sich die alten Kinderklassiker wieder zu Gemüte zu führen. In der Kindheit haben wir uns in der Regel sicher und behütet gefühlt. Heute haben wir Sorgen und Ärger an jeder Ecke. Deshalb dieses schöne Gefühl mit der Nostalgie. Ich habe mir auf dem Computer ein kleines Archiv und sogar einen YouTube Account errichtet, in denen ich schönes altes TV-Material sammele und aufbewahre. Außerdem bin ich fest davon überzeugt, dass ich auch meinen eigenen Kindern etwas Gutes tue, wenn ich ihnen meine alten Serien, die noch Herz und Moral hatten, vorführe.

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Alles Zitrone, oder was?

Ich liebe Zitroneneis und Zitronenjoghurt, Zitronentee ist auch nicht zu verachten und Zitronenkuchen ist ein wahres Gedicht. Ich mag es auch, ne Scheibe Zitrone auf dem Wiener Schnitzel auszudrücken oder gleich ganz aufzuessen – wenn auch mit verzogenem Gesicht. Es muss wohl das Saure sein, das mir so sehr gefällt. Ich merke es ganz deutlich bei Süßigkeiten – alles Fruchtgummi mit Brause-Überzug könnte ich kiloweise essen – ebenso Brausestäbchen oder die Brause in Papiertütchen, die eigentlich in ein Glas Wasser gestreut gehört. Ich bin zwar schon 31, aber die Brause hat mich seit der Kindheit nicht los gelassen.

Leider habe ich dafür einen Preis bezahlt: Mir fehlt schon ein Zahn und mindestens fünf Kronen schmücken mein Gebiss. Ganz abgesehen von den Füllungen … Aber der erwachsene Zahn ist ja wesentlich robuster als der Milchzahn und es sind in den letzten zehn Jahren trotz übermäßigem Brauseverzehr keine neuen Beschwerden dazu gekommen. ;)

Zitroneneis wirkt unheimlich erfrischend und macht auch die aktuellen 35 Grad Celsius erträglich. Ebenso gerne habe ich Zitronenjoghurt, am liebsten aus dem Kühlschrank und Zitronenkuchen – eingefroren. Übrigens auch im Winter …

Ja, sauer scheint lustig zu machen, jedenfalls geht es mir blendend mit meiner Brause-Sucht und ich kann es jedem Griesgram nur wärmstens ans Herz legen: Leute, esst mehr Zitronen! Sie haben bekanntermaßen jede Menge Vitamin C und auch Mineralstoffe – das Saure weckt die Lebensgeister und ist darüber hinaus gesund für den Organismus. Der Zitronensaft wirkt antibakteriell, desinfizierend, hautstraffend und stillt sogar Blutungen, auch wenns dabei n bisschen brennt. Eine kluge Hausfrau (ich bin selbst Hausmann – ich darf so was sagen) hat immer Zitronen im Haus. Dann duftet es nämlich ganz angenehm nach dem Putzen.

Die guten Brausestäbchen gibt es ja jetzt auch schon seit mehreren Jahrzehnten und die Kids heute kaufen sie immer noch beim Kiosk oder Bäcker. Es gibt ja auch seit einigen Jahren supersaure Kaugummis und Lollies mit Brause. Ich steh auf all das Zeugs und nasche ohne Hemmungen – ein schlechtes Gewissen kenne ich da nicht. Meine Ernährung ist sonst sehr ausgewogen und ich treibe Sport und lasse mich nicht stressen.

Mein Fazit: Ahoi Brause!

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Von Ballast befreien. Bye Bye Kassetten!

Heute habe ich mich endlich entschlossen, meine Vergangenheit zu entsorgen. Zumindest einen Teil davon: meine Kassettensammlung. Eigentlich habe ich schon seit Jahren nicht mehr rein gehört. Spätestens, als ich das alte Autoradio mit Kassettenfach gegen eines mit CD-Wechsler und MP3-Player ausgetauscht habe, habe ich keine Kassette mehr gebraucht. Trotzdem habe ich es bis heute nicht übers Herz gebracht, sie wegzuschmeißen. Im Gegenteil, ich habe sie immer mit umgezogen. Immerhin sind die Dinger ja nicht gerade leicht und grob überschlagen waren es ca. 200 Stück. Vier große Pappkartons voll. Gut, zuletzt standen die nur noch unterm Sofa, aber irgendwie fand ich es immer beruhigend, dass sie noch da waren und ich sie jederzeit hätte herausholen und hören können.

Es waren schließlich ganz besondere Stücke dabei. Zum Beispiel die wohl einzig erhaltene Aufnahme von unserem Schulorchester, damals von unserer Deutschlehrerin mit dem alten Schulrekorder und Mikro in der Aula aufgenommen. Eine miserable Tonqualität, völlig übersteuert und mit dem unsicheren “aber jetzt, jetzt nimmt’s auf, oder?” meiner Lehrerin am Anfang. Dafür finde ich nach wie vor, dass uns das Potpourri aus Carmen-Melodien damals hervorragend gelungen ist.

Dann gab es da unzählige Kassetten mit Aufschriften wie “Hits Juni ’92″, auf denen ich blind vom Radio aufgenommen hatte, was mir damals gefiel. Mit fehlenden Anfängen und Verkehrsmeldungen am Schluss. Sie dienten eigentlich nur dazu, das Stück einmal mitgeschnitten zu haben, um dann herauszufinden, wie es hieß, um die CD zu kaufen.

Außerdem gab es die diversen Autofahrt-Kassetten – speziell zusammengeschnitten für bestimmte Strecken und bestimmte Lebenslagen. Und natürlich die Kassette, die mir meine erste Freundin zusammengestellt hat – eine Mischung ihrer Lieblingsstücke. Schließlich die Kassette, die ich für uns zusammengestellt hatte, für gemeinsame Abende, mit vielen Liedern, die uns damals so wahr und bedeutsam erschienen.

Wie gesagt, ich habe sie alle zusammen weggeworfen. Ich denke, es ist gut, sich von altem Ballast zu befreien. Man schüttelt die Vergangenheit ab, hat im wahrsten Sinne Platz für Neues. Die Kassette von unserem Schulkonzert habe ich allerdings doch aufgehoben. Ein kleines Souvenir an meine Schulzeit darf schon sein – allein schon, wegen des kleinen Beweises der Fehlbarkeit einer ansonsten unfehlbaren Persönlichkeit. Jetzt muss ich nur noch wissen, was ich mit meinen vielen Videokassetten mache!

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Endlich Grillsaison!

Meine größte Leidenschaft und Lieblings-Freizeitbeschäftigung ist das Kochen. Gerade jetzt im Sommer kann ich mich so richtig austoben. Gegrilltes Fleisch ist eine Kunst für sich, die der Kreativität keine Grenzen setzt. Dabei geht es mir nicht nur um das Fleisch, sondern auch die Möglichkeiten der Zubereitung und natürlich auch der zahlreichen Beilagen.

Seit der letzten Grillsaison habe ich die mediterrane Küche für mich entdeckt. Es ist doch erstaunlich, wie viel Wirkung bestimmte Gewürze und vor allem Kräuter auf das Essen und unsere Sinne haben. Überhaupt halte ich die Kochkunst des Mittelmeerraums für eine der gesündesten. Sie kombinieren Fleisch mit den verschiedensten Gemüsesorten, verwenden vorwiegend pflanzliche Öle und garen schonend ohne immer alles zu zerkochen – wofür die Deutsche Küche nicht selten bekannt ist. Gerade für das Grillen kann man sich dies wunderbar zu Nutze machen! Hier also meine Favoriten in Sachen Fisch, Fleisch und Gemüse: schöne, magere Hähnchenbrust mit Salz und Pfeffer, große Scampi in leichter Ölmarinade, frischer Lachs mit Haut, gefüllte Champignons, Folienkartoffeln mit Rosmarin und Knoblauch, gegrillte Zucchini-Streifen in Currymarinade. Das Beste an diesen Gerichten? Alles muss nur für ein paar Minuten auf den Grill. Die Kartoffeln sollten sllerdings vorgekocht werden, sonst wird es eine lange Grillparty.

Jetzt mögen sich einige Leser denken, dies sei Frauen-Essen und das Steaks und Bratwurst auf den Grill gehören. Nun ja, dem kann ich nichts entgegensetzen. Mit Fleisch und Wurst habe ich auch angefangen und ich weiß, ein gutes Steak weiterhin zu schätzen. Jedoch hat meine Leidenschaft am Kochen und mein allgemeines Interesse an der Länderküche mein Wissensspektrum erweitert. Wer sich viel mit einem Thema beschäftigt, lernt schnell die anderen Aspekte kennen und findet immer wieder etwas Neues, was ihm gefällt. So ist es auch mit dem Grillen. Und seien wir doch mal ehrlich. Wer möchte denn schon mittags um 16 Uhr mit vollgeschlagenem Bauch und 32 Grad Außentemperatur im Garten sitzen und sein letztes Steak verdrücken? Der restliche Tag gehört dann voll und ganz der vor sich hin schleppenden Verdauung. Nur allzu oft habe ich die Erfahrung mit zu reichlichem und zu schwerem Essen gemacht. Doch dies ist jetzt ganz ohne Genussverlust vorbei und Frau dankt es mir auch. Daher empfehle ich nur jedem bei solchen Temperaturen: weniger isst mehr.

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Mein Motorrad und ich!

Heute vor einem Jahr habe ich endlich meinen Motorradführerschein gemacht. Eigentlich hatte ich gleich am nächsten Tag auf große Tour gehen wollen, aber ich hatte mich gründlich verkalkuliert. Zwar hatte ich nun den Motorradführerschein, mir jedoch gleichzeitig eine gründliche Pleite in meiner Kasse eingehandelt. Das Leben ist ungerecht! Warum musste ich jeden Tag, gerade mal der Pubertät entkommenen, Jünglinge und ebensolche Mädels beobachten, wie sie ihre blitzenden Maschinen über die Piste jagten? Und ich schaffe es gerade knapp vor der magischen Grenze zum hohen Alter von 30 Jahren, endlich meinen Schein zu machen? So stand ich da, glücklich über den Schein, traurig, da ich kein Motorrad besaß und ohne Hoffnung auf einen schnellen Lottogewinn?

Ein langer Winter mit vielen Überstunden und großartigen Fantasien folgte. Während ich Stunde um Stunde meinem Ziel entgegenarbeitete, endlich stolzer Besitzer eines blitzenden Feuerstuhls zu werden, waren meine Gedanken nicht zu zügeln. Ich sah mich als großartigen Tuner, als Sieger beim 24-Stundenrennen von Le Mans, auf dem Podest, mit einem Kranz um den Hals. Ich sah mich überall rund um den Globus mit meinem blitzenden, bepackten Bike auf Weltreise. Meine Fantasie kannte keine Grenzen. Kinder in allen Farben liefen hinter mir her, alte Männer umstanden staunend mein Moped und junge Frauen wollten unbedingt eine Runde mit mir fahren.

Dann kam der Frühling, das Geld klingelte in meiner Kasse und ich konnte endlich, endlich meinen größten Wunsch in Erfüllung gehen lassen. Und da steht sie nun vor mir, meine Schöne und wartet auf mich. Jeden Morgen vor der Arbeit besuche ich sie in ihrer hübsch ausgestatten Garage. An jedem Feierabend wird sie poliert.

Einige traumhafte Ausflüge an den Wochenenden haben wir beide zusammen auch schon erlebt. Sobald alles stimmt, geht es los. Kein Regentropfen darf meine Hübsche berühren, und das ist gar nicht so einfach. Der Wetterbericht ist zu meiner wichtigsten Lektüre geworden. An verregneten Wochenenden plane ich unsere Weltreise.

Leider herrscht schon wieder Ebbe in meiner Kasse und ich muss wohl noch ein weiteres Jahr mit Überstunden und Fantasien verbringen, bevor es endlich wirklich loslegen kann. Aber im nächsten Sommer hält mich nichts mehr auf! Alles werde ich in die Realität umsetzen, was ich mir während so vieler langweiliger Überstunden erträumt habe. Fast alles jedenfalls.

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Männerurlaub!

Von Oma zum Männerurlaub, ein Sprung, aber machbar. Letztes Wochenende war das Wetter endlich mal wieder wunderprächtig und ich hatte sogar ein paar Tage Urlaub. Endlich den Büroalltag hinter sich lassen! Ein Hobby zum Job zu machen, ist ja recht angenehm, aber bei Hitze im Büro Kunden schriftlich zur Zahlung zu „überreden“ ist die Kehrseite der Medaille.

Wollte mich daher endlich mal wieder erholen. In Ruhe die Angel festklemmen, Laptop raus, meine Freunde einladen und zelten. Männerurlaub. Einige musste ich schon überzeugend von ihren Weibchen loseisen, andere zogen einfach mit. Und dann ging es los. Wir tranken Bier, grillten Bratwürstchen und Steaks, amüsierten uns am Laptop, schauten uns die schärfsten Maschinen von Motorrädern im Internet an, hörten Musik und waren zeitweilig sogar in eine politische  Diskussion verwickelt. Alles in allem hatten wir mächtig zu lachen. Ein richtiger Männerurlaub, weit ab von Wellness-verrückten Ehefrauen und Freundinnen, Kindergeschrei, Kollegen und allen anderen.

Es war unsere Zeit! Wir übernachteten mit Mückengeschwirr und Sommernachthitze. Mein Kumpel Martin spielte seine Gitarre diesmal nicht für seine Schüler, sondern für uns Männer. Wie ein falsch singender Männerchor bei „Country Roads“ oder „On the Road again“ klingt, kann hier Gott sei Dank niemand hören.

Wir angelten viel, schmissen die meisten Fische jedoch wieder zurück. Spielten auf einem angrenzenden Feld Fußball und krochen nachts, ohne dass Frauchen nörgelt, ob man denn noch im Bad war, einfach in unsere Zelte. Aufstehen, eine rauchen, Krümel-Kaffee trinken und sich um nichts kümmern, diesen Urlaub vergesse ich wohl nie. Gegessen wurde einfach in der nächsten Burgerbude und vor allem, wie es einem passt: Keine Servierte, kein Múnd abputzen, einfach reinhauen und weiter. Saubere Shirts und Hosen hatten wir irgendwann auch nicht mehr. Praktisch könnte man die hinstellen. Schmuddelig. Macht nichts, wir hatten Urlaub! Nur das kalte Wasser des Sees, an dem wir kampierten, ließ uns zeitweise zum  Mädchen werden, aber im Urlaub…egal.

Und die SMS in der dritten abenteuerlichen Männer-Nacht: „Schnubbelchen, ich vermisse Dich, komm ganz fix nach Hause!“ war dann überzeugend genug, um tags darauf wieder in zivilisierte Leben zurückzukehren.

Männer, so ein Urlaub gern immer wieder! Sowas braucht man zwischendurch!

Euer Victor!

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