Die Dinge, die ich mag

Aufschreiben, was gut ist…

Archive for September, 2010

Rauhes Klima, einmalige Mentalität und wahnsinnig liebenswert: Hamburg

„Das ist Hamburg und die Sonne scheint – nicht“ quäkt Jan Delay aus den Boxen. Recht hat er. Mal wieder. Seitdem ich hier wohne, ist der graugrün-karierte Regenschirm mein bester Freund und ständiger Begleiter. Aber einer Stadt wie Hamburg verzeiht man die vielen Regentage gern. Wenn ich es mir recht überlege, ist es vielleicht sogar besser so. Denn falls hier auch noch ständig die Sonne schiene, würde ich wahrscheinlich platzen vor Glück über so viel Perfektion.

Hamburg hat wirklich alles, was der Mensch braucht:
Dieses Unglaubliche Flair, das sich aus tausend Facetten zusammensetzt. Big City Life, direkt nebenan aber auch wieder riesige Parks, in denen man die Seele baumeln lassen kann. Und viele wirklich schöne Wohngegenden, zentral und doch ruhig gelegen. Und dann gibt es natürlich das Schanzenviertel – jene alternative Ecke Hamburgs, in der man (freier Tag vorausgesetzt) morgens stundenlang in einem der vielen gemütlichen Cafés sitzen kann, um danach zu einem Bummel durch die Läden aufzubrechen. Nicht irgendwelche x-beliebigen Läden. Hier findet man mit Liebe gemachte Einzelstücke und viel Kurioses.

Einige fragen sich sicher schon, wann ich eigentlich das Wichtigste erwähne? Den Hamburger Hafen, der uns das Gefühl gibt, fast am Meer zu wohnen. Dem Hafen verdankt Hamburg auch die Reeperbahn. Früher wurden hier Seile und Schiffstaue gefertigt. Dank der hier an Land gehenden Seeleute entwickelte sich das einmalige Vergnügungsviertel mit Bars, Bordellen, Casinos und Clubs. Mit Auftritten in einer der bekanntesten Musikkneipen St.Paulis begannen in den Sechzigern u.a. die Beatles ihre Karriere. Hier wurden sie berühmt.

Sicher, in Hamburg werden nicht nur Erfolgsgeschichten geschrieben. Wie in jeder Großstadt gibt es Junkies und Obdachlose, die Passanten nach ein wenig Kleingeld fragen. Ich gebe ihnen lieber hin und wieder ein Brötchen, Hundefutter (für den Hund) oder die Tageszeitung. Manche von ihnen, die mit den weißen Bärten und langen Haaren, erinnern mich an Seemänner. Einer hält auf dem Boden sitzend ein Bier in der Hand. Ein anderer kommt dahergeschlurft, ebenfalls mit einer Flasche Bier. Sie grüßen sich und stoßen ganz beiläufig im Vorbeigehen miteinander an. „Das ist Hamburg“, denke ich still und fühle mich ein bisschen verliebt in diese Stadt und ihre einmaligen Menschen. Egal, ob arm oder reich.

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Gelöscht ist nicht gelöscht!

Vor nicht allzu langer Zeit war ich auf der Hochzeit eines Freundes eingeladen. Ich war dort nicht nur als einfacher Gast, zugegeben, sondern der Bräutigam hatte mich mit der Aufgabe betraut, möglichst viele Fotos von der Feier zu machen. Er wusste, dass ich gerne und recht gut fotografiere. Ich brachte also meine Digitalkamera mit und hatte den Finger stets am Auslöser. Die Atmosphäre des Tages sollte vollständig in Bildern festgehalten werden. So knipste ich das kleine Malheur, als das Blumenkind über die eigenen Füße stolperte ebenso, wie das verzückte Lächeln der frischgebackenen Schwiegermutter. Besonders lustig wurde es am Abend, als der Kegelclub den Bräutigam beim Hochleben bis zur Decke warf und ich in dem Moment fotografierte, als seine Nase mit den Halogenstrahlern kollidierte.

Mit 456 Fotos machte ich mich gegen drei Uhr morgens auf den Weg nach Hause. Daheim angekommen wollte ich nur noch einen kurzen Blick auf die Bildausbeute des Tages werfen, als mir das Unvorstellbare passierte: Ich löschte mit einem unbedachten Griff die gesamte SD-Karte! Wahrscheinlich hätte ich nicht so viel von dem Wodka-Lemon trinken dürfen…

Trotz des späten Zubettgehens fand ich in jener Nacht kaum Schlaf und war schon um acht Uhr wieder auf den Beinen, um fieberhaft im Internet nach einer Möglichkeit zu suchen, die meine 456 Hochzeitsfotos retten konnte. Das Wichtigste, das ich dabei erfuhr: Sind Bilder auf der Karte gelöscht, dann sollte man auf keinen Fall damit weiter fotografieren! Wenn die SD-Karte nach dem Löschen unberührt bleibt, haben die Daten eine hohe Wiederherstellungswahrscheinlichkeit. Bei dieser Nachricht wollte mir schon der allseits bekannte Stein vom Herzen fallen, doch hatte ich mit dieser Information meine Fotos noch nicht zurück. Leider musste ich erfahren, dass der Fachmann für die Wiederherstellung digitaler Daten mehrere hundert Euro nimmt…

Doch nach einiger Recherche tat sich mir ein anderer Ausweg auf: Zwei kostenlose Programme werden im World Wide Web zur Datenwiederherstellung besonders empfohlen. Das sind Digital Image Recovery und PC Inspector Smart Recovery. Eines der beiden hat mir dann auch die Hochzeitsfotos gerettet! So konnte ich, trotz aller Hindernisse, meinem Freund, dem Bräutigam, am nächsten Tag mit einem Lächeln seine Hochzeitsfotos überreichen. Ohne, dass er ahnen konnte, dass ich in der Nacht keine Auge zugemacht habe.

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Aller guten Dinge sind drei (Bücher)

Ich mach’s mal kurz, denn Zeit ist Geld (für die meisten Menschen jedenfalls). Drei neue Bücher habe ich mir diesen Monat gegönnt, allesamt fantastisch und ohne Zweifel kleine Highlights im September.

„Schrecklich amüsant, aber in Zukunft ohne mich“
David Foster Wallace ist zwar leider schon verstorben, in seinen Büchern erscheint er mir trotzdem wie eine derart lebendige Persönlichkeit, dass ich seinen Tod kaum wahrhaben kann. Hier geht es um eine einwöchige Kreuzfahrt an Bord der Nadir, einer dieser unpersönlichen Hochleistungs-Mittelmeer-Kreuzer, auf denen sich Reich und Schön die Klinke in die Hand geben. Wallace analysiert im Auftrag des Harpar’s Magazine die Vorgänge an Bord und beschreibt den ganz eigenen Mikrokosmos dieser Scheinwelt, voller Humor und bitterem Zynismus. Wer’s verpasst, ist selbst schuld.

„Mann im Dunkel“
Der gute alte Paul Auster hat schon so viele kleine Büchlein verpasst, dass es mir irgendwann schwer gefallen ist, den Überblick zu behalten. Sein vorletztes Werk heißt „Mann im Dunkel“ und pendelt zwischen Paranoia und einer „Was wäre, wenn“-Metahistorik. Es ist ein Angriff auf die US-Politik der vergangenen Jahre und beschäftigt sich nebenbei noch mit den von Auster so geliebten Parallelwelten. Außerdem wird hierbei die Idee von einer Erzählung in der Erzählung aufgegriffen, was zwar nicht gerade eine berauschende Neuigkeit ist; so gekonnt, wie Auster die Idee ausführt, verflogen die knapp 220 Seiten jedoch wie im Flug. Kann ich ohne Einschränkungen weiterempfehlen.

„Die Enden der Parabel“
Ich sag mal so: Ich habe schon viel gelesen in meinem Leben, aber ein Monster wie dieses Buch von Thomas Pynchon (angeblich einer der wichtigsten vier Schriftsteller der Gegenwart) ist mir noch nicht untergekommen. Ehrlich gesagt, bin ich auch kaum in der Lage, so etwas wie eine Beschreibung des Buches abzuliefern, zu labyrinthartig verstrickt ist die Story. Eine Unmenge an Charakteren und Querverweise zu Dingen, von denen noch nie jemand etwas gehört hat, Zeit- und Ortssprünge nach Belieben und gleichzeitig eine manchmal geradezu betörend fantastische Prosa lassen das Lesen dieses 1200-Seiten-Wälzers zu einem echten Buchstabenrausch werden. So schwer zu lesen, dass es an Arbeit grenzt, dabei aber unglaublich belohnend. Was für ein Buch!

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Geocaching – Wandern mit Erfolgserlebnis

Ich bin ein Mensch, der sich gerne mal im Freien bewegt. Zu Fuß oder mit dem Fahrrad suche ich mir bevorzugt Routen, auf denen ich möglichst wenigen anderen Menschen begegne. Zu Hause gelingt es mir viel zu selten mal abzuschalten und nichts zu tun, daher genieße ich die Zeit beim Spazierengehen oder Radfahren, um mal ohne Ablenkung nachzudenken. Nebenbei hält die regelmäßige Betätigung natürlich auch meine alten Knochen fit. Manchmal bin ich dann aber doch zu träge und faul oder das Wetter ist zu schlecht (wobei auch strahlender Sonnenschein, mysteriöser Weise gerade an den trägen Tagen durchaus als schlechtes Wetter durchgehen kann). Der Spaß an der Betätigung unter freiem Himmel an sich lockt mich also nicht immer aus meinen eigenen vier Wänden, allerdings habe ich vor kurzem ein, nennen wir es mal Hobby, gefunden, das diese Aufgabe übernimmt: Geocaching.

Dabei handelt es sich um eine Art moderne Schnitzeljagd. Überall auf der Welt haben Mitglieder von geocaching.com sogenannte Caches, in Form von Dosen, deren Größe von kleinen Filmdosen über mittelgroße Tupperdosen bis hin zu großen Munitionskisten reicht, versteckt. Die gilt es zu finden, um sich in das Logbuch einzutragen. Bei der einfachen Form, den sogenannten Traditional Caches, bekommt man die Koordinaten der Dose genannt. Nun braucht man ein GPS-Gerät oder ein GPS-fähiges Mobiltelefon um den Ort aufzusuchen. Die Dosen verstecken sich in der Regel am Fuße eines Baumes, unter Parkbänken, an der Rückseite von Verkehrsschildern, in mehreren Metern Höhe auf einem Baum, kurz gesagt überall wo sich etwas vor zufälligen Blicken von unbedarften Passanten, die übrigens von den Geocachern “Muggel” genannt werden, verstecken lässt.

Außerdem gibt es noch die Multi-Caches. Hier gibt es mehrere Stationen. Die erste ist per Koordinaten angegeben, ab hier muss man verschiedensten Hinweisen Folgen, um das Ziel zu erreichen. Die dritte klassische Form ist der Mystery-Cache. Hier ist das Lösen von Rätseln nötig, um die Koordinaten des Caches zu erhalten. Als Grenze für die Diversität der Rätsel ist hier lediglich die Kreativität ihrer Verstecker gesetzt.

Viele Caches sind allerdings nicht einfach nur wahllos irgendwo versteckt, sondern häufig in der Nähe von sehenswerten Orten abseits des Touristenmainstreams. Vor allem kleine Seen, schöne Waldlichtungen oder verlassene Ruinen lassen sich so entdecken, vieles davon sogar in unmittelbarer Umgebung der Heimat, von der man immer dachte man kenne sie. Wem also, wie mir, mitunter der Antrieb fehlt an die frische Luft zu gehen: Geocaches eignen sich wunderbar als Ziel für Wanderungen und Fahrradtouren und bieten somit Erholung, Spaß, Spannung und beim Finden des Caches sogar ein kleines Erfolgserlebnis.

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Liste gegen schlechte Laune

In letzter Zeit passiert es mir immer öfter, dass ich einfach total erschöpft und kaputt nach Hause komme. Die Arbeit zehrt, seitdem mein Kollege krankgeschrieben wurde und ich seine Arbeit teilweise mit bearbeiten muss, sehr an meinen Kräften. Manchmal passiert es auch, dass aus der Erschöpfung schnell eine gewisse Wut beziehungsweise Frustration entsteht. Dessen bin ich mir allerdings sehr wohl bewusst und versuche nun aktiv etwas dagegen zu unternehmen.

Also stellte ich mir die Frage, was mich wohl aus den zeitweiligen Tiefs wieder herausholen könnte. Die Antwort war klar. Dinge die ich mag oder generell Dinge, die mir sehr viel Spaß machen sind der Schlüssel zum glücklich werden. Warum sich mit Sorgen plagen und die kostbare Zeit des Lebens verschenken, wenn man doch seinen Lieblingsbeschäftigungen nachgehen und sich das Leben erleichtern kann?

Also stellte ich mir mal wieder eine Liste zusammen, die generell Dinge enthält, die ich besonders mag. Hilft immer wieder. Da ich beruflich sehr oft bis abends arbeite und dementsprechend spät nach Hause komme, gestalten sich die Abende in der Woche eher schlicht. Doch um mir mal was zu gönnen, habe ich stets die Möglichkeit, die Sauna meines Nachbarn und gleichzeitig besten Kumpels zu benutzen. Ich bin ein großer Fan der Saunakultur! Egal ob türkische oder finnische Sauna: Hauptsache heiß! Ich mag es einfach mal alles aus sich raus zu schwitzen. Also beschloss ich, dass ein kurzer Saunabesuch genau das richtige zum Entspannen und Ablegen aller beruflichen Lasten sein könnte.

Ein weiteres Hobby von mir ist Sport. Ich brauche einfach den Ausgleich zur Büroarbeit. Da ich in der Woche eher selten zum Sport komme (ich besuche 1-mal in der Woche ein Fitness-Studio um mich fit zu halten), sind vor allem die Wochenenden sportlich ausgefüllt. Ich war jahrelang im DLRG-Verbund und bin immer noch begeisterter Schwimmer. Im Sommer verabrede ich mich des Öfteren mit Freunden zum Picknick und einer ordentlichen Schwimmrunde im See.

Eine letzte Möglichkeit, mir etwas Gutes zu gönnen, ist ein Besuch in einen meiner Lieblingsrestaurants. Ich bin ein richtiger Hobby-Koch und habe zudem einen gesunden Appetit. Doch da mir das Kochen am Abend eher anstrengend erscheint, bevorzuge ich es lieber, nur meinem Magen etwas Gutes zu tun. Ein italienisches Restaurant der Spitzenklasse liegt nur zwei Straßen von meiner Wohnung entfernt und ist demnach der perfekte Anlaufpunkt für eine unvergessliche Feierabend-Pizza. Mit diesen wenigen Dingen, die ich besonders mag, kann ich mir das Leben um einiges leichter machen. Und irgendwie nervt auch die Arbeit gerad nicht mehr!

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Bier – mein Genussmittel

Ich bin leidenschaftlicher Biertrinker. Versteht das aber nicht falsch. Für mich ist Bier mehr ein Genussmittel als ein Suchtmittel. Feiner Geschmack ist dabei das A und O. Bedauerlicherweise kommt der Genuss von Bier in der heutigen Gesellschaft immer mehr abhanden. Vor allem Jugendliche missbrauchen es oft lediglich als Mittel zum Zweck. Dies tut meiner Biertrinker-Seele natürlich weh und stößt auf Unverständnis. Wer schon einmal ein wunderbar herbes Pils getrunken hat, will es nie wieder gegen ein billiges Dosenbier eintauschen.

Auch hat das Bier in unserer Gesellschaft ein falsches Image, wie ich finde. Es schmeckt vorzüglich, hat jede Menge Vitamine und lässt sich auch sehr gut zu gesundheitlichen oder kosmetischen Anwendungen zweckentfremden. Natürlich kann der Alkohol im Bier die durchweg positiven Wirkungen zunichtemachen, doch soweit muss es ja niemand kommen lassen. Besonders das Weizen, welches ich vorwiegend an kälteren Tagen bevorzuge, ist eine wahre Vitaminbombe. Zugegeben, aufgrund der Nährwerte ist es auch eine Kalorienbombe. Der gesundheitliche Aspekt ist jedoch nicht von der Hand zu weisen. In Hefeweizen steckt reichlich Vitamin B, welches besonders für Frauen und Raucher wichtig ist. Üblicherweise steckt es in Milchprodukten und einigen Gemüsesorten und schützt vor Müdigkeit, Kreislaufproblemen und letztlich auch Blutarmut. Des Weiteren enthält Weizenbier einen Stoff, der gegen Entzündungen und rheumatische Erkrankungen hilft. Leider entfalten sich diese Wirkungen erst durch den Gärungsprozess, deshalb hat alkoholfreies Weizen nicht diese Wirkung auf den Körper.

Doch ich trinke Bier natürlich nicht nur, weil es die Gesundheit fördern kann, sondern vorwiegend weil es mir schmeckt. Die Auswahl an Sorten ist heutzutage riesig und dürfte für jeden Genießer das richtige dabei haben. Ich bevorzuge vor allem die herben Sorten wie Jever, Clausthaler oder Flensburger (ja, Schleichwerbung!). Zum Grillen im Sommer ist Bier so ziemlich das beste Getränk. Gerade zur warmen Jahreszeit ist ein kühles Pils ein prima Durstlöscher, den man allerdings mit Vorsicht genießen sollte. Da einem der Alkohol schnell zu Kopf steigen kann, sollte man stets in Maßen trinken – am besten nicht in der Mittagshitze. Und was schmeckt besser als ein schönes Feierabend-Bier!? Na? Mir fällt nichts ein!

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