Die Dinge, die ich mag

Aufschreiben, was gut ist…

Archive for November, 2010

Schlittschuhfahren!

Der Winter ist endlich eingetrudelt, bietet derzeit jedoch nicht mehr als nasse Füße und laufende Nasen. Ein wenig Frost und Schnee würde der Winterstimmung auf die Sprünge helfen, denn Kälte ist mir persönlich lieber als Nässe. Mit der ordentlichen Winterkleidung und ein wenig Bewegung lässt sich selbst Frost gut ertragen. Meine Lieblingsbeschäftigung im Winter ist deswegen zweifelsohne das Schlittschuhlaufen. Mit Freunden einige Bahnen drehen oder auch alleine hält nicht nur fit, sondern dient auch unheimlich der Entspannung. Man kann prima über den Job, Alltag oder was auch immer nachdenken und ein wenig abschalten.

Im Sommer bietet eine Eishalle kühles Eislauf-Vergnügen, im Winter bevorzuge ich jedoch Freiluft-Eisbahnen, zumindest solange kein Schneesturm oder Platzregen herrscht. Die Vorteile liegen dabei auf der Hand. Man ist an der frischen Luft, kann sich mit Besuchern treffen, die nur auf einen Glühwein vorbeikommen und genießt zudem ein tolles Ambiente. Besonders am Abend, wenn das Flutlicht eingeschaltet wird, entsteht eine tolle Atmosphäre.
In vielen Großstädten gibt es im Winter häufig Eislaufbahnen in der Innenstadt. Diese kleinen und meist überfüllten Bahnen dienen jedoch eher dem spontanen Vergnügen, als einer sportlichen Ambition. In Sportparks werden im Winter häufig Eisbahnen aufgebaut, die etwas mehr Platz bieten. Dort gibt es zusätzlich die Möglichkeit Eisstockschießen oder auch Eishockey zu spielen. Eishockey ist auch ein super Wintersport, allerdings sollte man hier das Eislauf einwandfrei beherrschen und keine Angst vor dem Fallen haben.

Natürlich kann man sich bei jeder Eisbahn auch Schlittschuhe ausleihen, wer diese Freizeitbeschäftigung jedoch für sich entdeckt hat und sich öfter auf das Eis wagen möchte, sollte sich eigene Schlittschuhe zulegen. Bei der Wahl der geeigneten Schuhe gibt es zunächst zwei verschiedene Modelle, die sich grundlegend voneinander unterscheiden. Neben Eiskunstschuhen gibt es auch Eishockeyschuhe, welche beide zum gewöhnlichen Schlittschuhlaufen geeignet sind. Für Anfänger sind jedoch die Hockeyschuhe zu empfehlen, weil der Fuß in ihnen mehr Halt hat. Sie sind stabiler und auch mehr gepolstert. Eiskunstschuhen erlauben hingegen filigranere Bewegungen mit den Beinen und gleiten auf etwas andere Weise über das Eis. Zudem sollten Schlittschuh in der Regel eine Nummer größer gewählt werden, bei Eiskunstschuhen sollten zusätzlich Socken getragen werden.

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Die Vorweihnachtszeit

Ich mag die Vorweihnachtszeit. Ganz ehrlich, tatsächlich und wirklich. Und ich bin mir relativ sicher, dass ich mit dieser Ansicht auch als Mann nicht ganz alleine dastehe. Ich mag den Winter, auch wenn er klirrend kalt ist, mein Auto komplett zueist, mir immer wieder eine Erkältung verpasst und die Straßen annähernd unbefahrbar macht. Und das sicherlich überwiegend aus dem Grund, dass jedes Jahr um diese Zeit eine ganz besondere Stimmung vorherrscht.

Die hell erleuchteten Fenster, an denen man „abends“ im Dunkeln – um diese Jahreszeit also um fünf Uhr nachmittags – vorbeifährt, die weihnachtlich geschmückten Schaufenster und Einkaufspassagen und die erwärmende Tasse Tee, die einen nach der Arbeit im trauten Heim erwartet. Irgendwie hat das etwas Besonderes – obwohl es mit einer Partnerin an seiner Seite natürlich einen größeren, positiven Reiz hat, als ohne.

Ich erinnere mich nur ungern an die zahlreichen Vorweihnachtzeiten in der Vergangenheit zurück, in denen ich abends alleine meinen Tee getrunken habe oder an Heiligabend mit meinen Eltern am Weihnachtsbaum saß – übrigens spreche ich jetzt nicht von der Zeit, als ich noch jünger als fünfzehn war. Das hatte doch etwas Deprimierendes. Aber, etwas Deprimierendes finde ich trotz allem immer wieder zur Weihnachtszeit in wirklich jeder Situation und jeder geschmückten Ecke. Die Konsumsucht und den Drang mit allem maßlos zu übertreiben, denen die Einfachheit der besonderen Stimmung immer mehr weicht. Ich brauche keinen Glitter, keine grell blinkende Lichterketten, keinen Lebkuchen im September und auch keine ellenlangen Wunschzettel, um den Hauch von Weihnachten zu spüren.

Nun mag man vermuten, das liegt daran, dass ich der männlichen Bevölkerungshälfte angehöre, die ja bekanntlich „weniger weihnachtlich veranlagt ist, als Frauen“ – um es mal mit den Worten einer sehr „weihnachtlich veranlagten“ Freundin zu sagen. Ganz ehrlich denke ich aber, dass das totaler Humbug ist. Seit wann machen der Wert der Geschenke oder der Dekorationsgrad des Wohnraumes das „Fest der Liebe“ – ebenfalls ein Zitat besagter Freundin – aus?

Na ja, wenigstens hat jeder die Möglichkeit, seine Feste so zu feiern, wie es ihm oder ihr am liebsten ist. Und da ich Weihnachten in diesem Jahr nicht alleine feiern werde, kann ich wohl trotz allem behaupten: Ja, ich mag die Vorweihnachtszeit und auch Weihnachten … .

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Urlaubstage

Etwas, was ich besonders mag sind Urlaubstage. Freie Tage, an denen man sich nicht hochrappeln muss, um sich auf den Weg zur Arbeit zu machen. Denn seien wir mal ehrlich, selbst wenn manche Menschen behaupten sie leben für die Arbeit, trifft das wohl meistens eher weniger zu.

Ausnahmen bestätigen natürlich auch hier die Regel. Nicht, dass ich meinen Job nicht mögen würde. Immerhin habe ich ihn mir sorgfältig ausgesucht. Aber Liebe? Ich arbeite um zu leben, ich lebe nicht für die Arbeit. So sollte es doch auch eigentlich sein, oder nicht? Wer behauptet er hat nicht ab und an einen dieser Tage, an denen man einfach im Bett bleiben will, der nimmt es in meinen Augen nicht ganz so ernst mit der Wahrheit. Das Schlimmste ist, dass man sich damit selber belügt. Manchmal möchte ich ja sogar liegen bleiben, wenn ich eigentlich mit meiner Liebsten verabredet bin… und die liebe ich wirklich sehr.

Aber, zurück zum Thema. Tage, an denen man nicht aufstehen muss. Tage, denen man manchmal, wenn der Job beispielsweise ziemlich nervt, wochenlang sehnsüchtig entgegenfiebert. Tage, die man mit Dingen füllt, die einem sinnvoll erscheinen und die man schon lange erledigen wollte. Beispielsweise die Eltern besuchen. Den besten Freund mal wieder treffen. Wäsche waschen. Den Flur putzen. Die Wohnung… .

Ein Tag wie dieser zum Beispiel, an dem ich hier sitze, mir eigentlich mal wieder ein paar Folgen der ersten „Twin Peaks“-Staffel (lecker mit Unmengen Kaffee und Kirschkuchen) anschauen und einige Sachen anpacken wollte, die schon eine Weile darauf warten erledigt zu werden. Etwa meine Wäsche oder auch die Jalousien, die ich mir schon vor drei Wochen gekauft habe und die ich schon längst angebracht haben wollte. Und das Komische ist, dass mir dieser heiß herbeigesehnte Tag – jetzt wo er endlich da ist – irgendwie unspektakulärer erscheint, als an den stressigen Tagen, an denen er noch bevorstand.

Aber, ist das nicht immer so mit Urlaubstagen? Oder Dingen, die man will und nicht hat? Ja, ich denke schon. Und das ist wohl der Grund, warum wir alle unsere Arbeit genauso „lieben“, wie lässige Urlaubstage. Solange er noch bevorsteht oder gar bereits hinter uns liegt…

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Jetzt mach hier mal nicht so ein Theater!

Statt abends vor der Glotze abzuhängen oder im Kinosessel sitzend die neuesten Hollywood-Produktionen zu konsumieren, gönne ich mir lieber hin und wieder einen Theaterbesuch. Zunächst wird man dort, vor allem im Schauspielhaus, von stilvoller Architektur empfangen – kein Vergleich zum Kino! Hat man im Saal Platz genommen, beginnt die Vorstellung ganz ohne halbstündigen Werbeblock. Sicher verwirrend für alle Kino-Junkies. Und auch der obligatorische Eismann schiebt nicht zwischendurch sein Wägelchen herein, um das soeben beworbene Produkt gleich an in ihren Konsumentscheidungen leicht beeinflussbare Menschen zu verkaufen. Nicht auszudenken, wie stark man die Arbeitslosenzahlen in Deutschland senken könnte, wenn alle Theater es den Kinos gleichtun würden, indem sie Eismänner anstellen! Oder Eisfrauen – so viel political correctness muss sein.

Im Verlauf des Stückes fällt auf, dass selbiges nicht durch permanentes Popcorntüten-Geraschel und Tacco-Geknuspere untermalt wird. Noch ein Bereich, in dem man spielend leicht Arbeitsplätze schaffen könnte! Selbstverständlich nicht in der Raschel- und Knusper-Branche, sondern im Verkauf von Snacks. Außerdem bräuchte man nach der Vorstellung viel mehr Reinigungskräfte, um all die Krümel wieder zu beseitigen. Das schöne Ambiente soll schließlich erhalten bleiben. Da Frau Merkel anscheinend noch nicht auf diese glorreiche Idee gekommen ist, um unsere Wirtschaft und ihre Umfragewerte anzukurbeln, wobei bei letzteren deutlich mehr Bedarf besteht als bei ersterer, genieße ich also die Vorstellung in einem knusperfreien Saal.

Letztens zum Beispiel habe ich mir ein Stück über Mathias Rust angesehen. Viele erinnern sich sicher an die Schlagzeilen: Mit einem kleinen Leichtflugzeug landete Rust 1987 auf dem Roten Platz in Moskau. Warum? Laut dem Kremlflieger selbst unternahm er die Reise im Namen des Weltfriedens. Auch Rusts weitere Biografie ist nicht weniger ereignisreich und ungewöhnlich. Studio Braun – ja, Rocko Schamoni höchstselbst hüpft als sprechender Hoden mit wahrsagerischen Fähigkeiten über die Bühne! – hat seinen bisherigen Lebenswandel ebenso tragisch-verstörend wie urkomisch inszeniert. Rust, der unverstandene, sich nach Zuneigung verzehrende Eigenbrötler gibt sich seinen Fantasien von einer besseren Welt hin und lässt das Publikum mitfühlen. Jedoch ohne ihm dabei die emotionale Basis für herzhaftes und vor allem häufiges Lachen zu nehmen. Ein abgefahrenes Stück, das zu Recht viel Applaus einfährt! So was gibt’s nur im Theater, nicht im Kino!

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Älter werden ist schön!

Ab einem gewissen Zeitpunkt beginnt das Leben Sinn zu ergeben. Spätestens dann, wenn einem die Anerkennung entgegen gebracht wird, es soweit geschafft zu haben. Das Gefühl, aus dem Gröbsten heraus zu sein, kann Berge versetzen und der gegebenen Existenz eine feine Würze verleihen. Dieses Gefühl ist allerdings teuer erkauft: zum Preis des Älterwerdens.

Dabei gibt es kaum eine Sache, die einen Menschen mehr erfreuen kann, als älter zu werden. Selbstverständlich wird in den Ausführungen der Umstand der vollkommenen geistigen Umnebelung als Altersphänomen ausgeblendet, da die Senilität mit dem Verlust der Selbstständigkeit und der Entscheidungsfreiheit einhergeht. Von jenem Sonderfall abgesehen, möchte ich hiermit für diesen biologischen, nach heutigem Wissenschaftsstand unumkehrbaren, Prozess des menschlichen Reifens eine Lanze brechen.

Die Wissensbasis mit immer neuen Erkenntnissen wächst täglich und eine rätselhafte Gelassenheit sowie Ausgeglichenheit breiten sich aus. Dafür genügt es vollends, mit offenen Augen und mit aufgeschlossenem Herzen durch das Leben zu gehen. Gut, die ranke und schlanke Linie geht womöglich verloren, aber wenn schon das Universum mit der Zeit expandiert, warum sollte sich dieses Naturgesetz nicht ebenso gewichtig auf die Menschen auswirken?

Damit der Rucksack der Jahre nicht allzu schwer wird (da der Rücken normalerweise nicht breiter wird) muss auch die Technik vom kritischen Bereinigen der eigenen Festplatte im Laufe der Zeit gelernt und perfektioniert werden. Dies beinhaltet unter anderem das Loslassen von festgefahrenen Ansichten und Stressbekämpfung durch ausgewogenes Bedienen des Ich-Schubes in Verbindung mit den Verpflichtungen aus hoffentlich funktionierendem familiären Umfeld. Kompliziert? Ja, auch das ist das Altern manchmal.

Hinzu gesellt sich ein feines Gespür für die Ästhetik, für die Schönheit des Ausdrucks und der Form sowie des respektvollen Umgangs. Außerdem bildet sich das Verständnis für die Botschaft der Nächstenliebe, weil es einem unmissverständlich klar wird, dass alle Menschen das gleiche Schicksal auf Erden teilen. Die eigene Entwicklung zu beobachten und die besten Erfahrungen und Erkenntnisse an die kommenden Generationen weiterzureichen macht Freude. Der Überschuss dieser Freude macht die Welt insgesamt besser und das Leben lebenswerter. Dem Alter sei Dank.

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