Die Dinge, die ich mag

Aufschreiben, was gut ist…

Archive for Dezember, 2010

Hohoho…was haben wir denn da?

Nun ist fast Weihnachten und mittlerweile bin ich richtig in Weihnachtsstimmung. Eines meiner größten Hobbys zu dieser Jahreszeit ist der Weihnachtsmarkt – und davon haben wir einige hier in Hamburg! So klappere ich mit meinen Freunden beinahe täglich einen der vielen Märkte ab. Das klingt jetzt nach Hektik, doch wir nehmen uns immer Zeit für einen gemütlichen Bummel und den ein oder anderen wärmenden Glühwein.

An den Ständen gibt es zum Teil Kurioses und viel liebevoll Gemachtes zu sehen. So standen wir letztens lange vor einem Büdchen, in dem ein Mann selbst geschnitzte Geduldspiele aus Holz verkaufte. An einem anderen Tag entdeckten wir einen Stand, an dem in dicken roten Lettern stand „VerHUTung“. Hinter diesem Wortspiel verbarg sich eine ziemlich coole Art der Erkältungsverhütung: Selbst gestrickte Mützen mit aufgestickten Tiergesichtern. Nicht nur Kinder standen mit leuchtenden Augen davor – auch vielen jungen Frauen gefielen die Mäuse, Pandas und Monster zum Aufsetzen. Bei mir als Mann würde es wohl etwas seltsam aussehen, wenn ich mit so einem Vieh auf dem Kopf herumspazieren würde, doch ich muss zugeben, dass auch ich die Idee der VerHUTungstiere richtig klasse fand.

Ebenfalls sehr speziell aber sicher nichts für Kinder ist die Ü18-Area auf dem „Santa Pauli“, dem St.Pauli Weihnachtsmarkt auf der Reeperbahn. Dort werden in einem Partyzelt Strip-Shows geboten, ohne dass man dafür Eintritt zahlen muss. Und weil es eine Hamburger Besonderheit ist, schaute ich dort mit meinem besten Freund und einer Arbeitskollegin kurz vorbei. Gerade wurde ein Man-Strip angekündigt. Wir drei, neugierig wie wir waren, überlegten noch, ob wir bleiben sollten, während der Stripper sich schon meine Kollegin schnappte und sie zur Bühne führte. Dort platzierte er sie auf einem Stuhl und nachdem er ein wenig um sie herumgeturnt war – Erotikfaktor gleich Null, Unterhaltungsfaktor dagegen ganz weit oben – zog er ihr den Pullover aus. Das Publikum johlte, denn sie war darunter mehr als nackt: Sie trug ein schwarzes T-Shirt mit Skelett-Aufdruck, sodass man im ersten Moment vermeintlich nur Rippen sah. Ein echtes Highlight an diesem Abend! Das Ü18 Zelt eignet sich übrigens auch bestens, um die für Weihnachtsmarktbesuche typischen tiefgefrorenen Füße wieder ein wenig aufzutauen.

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Mein Gedächtnis in der Hosentasche

Also, um es gleich zu sagen: Ich bin rundum zufrieden. Dazu beigetragen hat ein kleines Gerät, ein Smartphone. Ja, so ein kleiner Computer, der eigentlich alles kann – sogar telefonieren kann man damit. Das Smartphone hat mich verändert.

Mein altes Mobiltelefon (so nennt man die Vorgänger dieser Smartphones) hat mir acht Jahre lang gute Dienste geleistet. Sein Akku wurde allerdings etwas schwach und das Display nicht unbedingt schärfer. So entschloss ich mich zum Kauf eines neuen mobilen Begleiters. Das war wirklich keine leichte Entscheidung. Das Angebot ist ja riesig. Da gilt es, einen Kompromiss zwischen Größe, Bildschirm, Bedienung und selbstverständlich den Funktionen zu finden. Und dann noch die Frage, ob Klapphandy, Slider oder Barren. Obwohl ich in den verschiedenen Beratungsgesprächen längst nicht alles verstanden habe, entschied ich mich für ein Smartphone. Den technischen Fortschritt wollte ich schon mitmachen.

Ein wenig Respekt hatte ich vor dem kleinen Wunderding schon. Ich legte also mutig die SIM-Karte ein und schaltete das Gerät an. Sofort war ich von der Bedienung über den Touchscreen-Bildschirm begeistert. Es war alles einfach und verständlich, kein mühevolles Suchen nach Menüpunkten. Schnell gelang es mir, das Telefonbuch mit neuen Einträgen zu füllen. Nun muss ich nur noch mit der eingebauten Kamera alle meine Bekannten ablichten, dann erscheint ihr Bild auch beim Anruf auf dem Bildschirm. Super. Und da ich weiß, wie oft ich Termine vergesse, habe ich gleich alle aktuellen Termine in den Kalender eingetragen, den Geburtstag meiner Freundin mit ausreichenden Voralarm. Dank virtueller QWERTZ-Tastatur ließ sich alles auch recht flott eintippen – kein Vergleich zu Handy-T9!

So, nun habe ich Zeit, mir alle weiteren Funktionen meines Smartphones anzusehen. Die Parameter für den Internetzugang haben sich ja selbstständig konfiguriert. Nun muss ich mich nur noch nach einem neuen Tarif umsehen. Doch dafür habe ich jetzt Internet, Fotoapparat, Adressbuch, Notizblock und Terminkalender in einem. Und wie gesagt, telefonieren kann ich auch noch damit. Meine Hosentaschen danken mir diese Entscheidung. An den Jeans werden jetzt nicht mehr abgestoßenen Taschen zu sehen sein, denn mein neues Gedächtnis benötigt viel weniger Platz als die bisherigen Utensilien. Danke Smartphone!

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O du…Hektik bringende Weihnachtszeit

Kaum ist die erste Kerze angezündet und das erste Türchen geöffnet, geht das große Gerenne los: Da erzählt Oma Erna ihrer Nachbarin Gabi im Hausflur, dass sie für ihre Enkel bereits alle Geschenke zusammen hat und auch Gabis Freundin Claudia hat schon etwas für ihren Ehemann besorgt. Verständlich, dass Gewissensbisse Gabi noch am selben Nachmittag ebenfalls in die Stadt treiben. Wer will sich schon nachsagen lassen, die Geschenke für die Liebsten auf den letzten Drücker besorgt zu haben. Am nächsten Tag berichtet sie dann ihrer Arbeitskollegin Petra stolz von ihrer Beute. So zieht die Panik immer weitere Kreise.

Viele empfinden die Weihnachtsbesorgungen als stressig und an den Samstagen – für viele der einzige freie Tag, an dem die Läden geöffnet haben – ist es z. B. bei Karstadt voller als zu den Stoßzeiten bei minus sieben Grad Außentemperatur in den Bussen. Mit hektischem Gesichtsausdruck schieben sich die Einkaufswütigen im Schneckentempo durch die Menschenmassen. Natürlich würden sie sich lieber beeilen und sind deswegen äußerst mies gelaunt. Dabei soll Weihnachten doch eine Zeit der Besinnlichkeit und des Friedens sein! Nicht, dass ich besonders oft zur Kirche ginge, aber ich finde die Atmosphäre, die im Dezember eigentlich herrschen sollte, wunderschön. Deswegen erhalte ich sie mir einfach.

Wie ich das mache und trotzdem jeden, der mir wichtig ist, beschenken kann? Ich verschenke einfach Zeit – z. B. einen Entspannungssonntag im Thermalbad oder Karten für ein Spiel unseres Lieblingsvereins. Und einiges von dem, das ich verschenke, kaufe ich sogar im Supermarkt. Klar, da gibt es jetzt nervtötende Hintergrundmusik à la „Last Christmas“ und Omas, die Spekulatius in rauen Mengen kaufen, als begänne morgen der dritte Weltkrieg, aber es ist dort im Gegensatz zu Karstadt und Co. nicht voller als sonst (mal abgesehen vom letzten verkaufsoffenen Tag vorm Fest). Also kaufe ich Mehl, Eier, Schokolade und alles was man sonst so für tolle Weihnachtskekse braucht und verschenke diese mit Liebe gemachten Süßigkeiten an Freunde und Verwandte. Die Zeit, die andere in vollgestopften Warenhäusern verschwenden, verbringe ich bei guter Musik und zaubere etwas Leckeres. Denn Weihnachten ist das Fest der Liebe und die geht ja bekanntlich durch den Magen!

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