Die Dinge, die ich mag

Aufschreiben, was gut ist…

Bazillensuppe statt Asia Food

Kein Schnee weit und breit, doch dass es Winter wird, merkt man dennoch sehr deutlich. Woran? Jeder, mit dem ich in diesen Tagen spreche, ist krank, war gerade krank oder verspürt momentan die ersten Anzeichen einer herannahenden Erkältung. Die Bazillen-Suppe wabert geradezu durch Hamburg, die ganze Stadt hustet und prustet. Vermutlich werden die Preise für Taschentücher angesichts der gegenwärtig ins Unermessliche steigenden Nachfrage demnächst innerhalb kürzester Zeit geradezu explodieren.

Freitag wachte ich ungewohnt früh auf, noch bevor mein Wecker klingelte. Der Grund dafür wurde mir schnell klar, sobald ich nicht mehr ganz so benommen war: Ein quälender Halsschmerz, der mich über Nacht befallen haben musste, hatte mich aus dem Schlaf gerissen. Zunächst dachte ich angesichts des Ausmaßes meiner Schmerzen daran, auf dem Weg zur Arbeit eine Apotheke aufzusuchen, doch mein Stolz zwang mich, einen Kompromiss einzugehen und in einer Drogerie die billigsten Halsbonbons zu kaufen. Im Laufe des Tages ließen meine Halsschmerzen dann auch tatsächlich nach, doch stattdessen brachte mich eine rasch aufblühende Erkältung in der nächsten Nacht an den Rand des Erstickungstodes. Am darauf folgenden Tag fühlte ich mich weder in der Lage etwas Produktives zu tun, noch hatte ich Lust auf einen weiteren Versuch, mehr schlecht als recht zu schlafen. Das Einzige, was mir übrig blieb, war, vor mich hinzuvegetieren.

Das Abendessen mit einigen asiatischen Freunden musste ausfallen, denn in China geht man zum Naseputzen auf die Toilette, und da mein stündlicher Taschentuchverbrauch bei gut zwei Packungen lag, konnte ich den Restaurantbesuch abschreiben. Das Leben ist wirklich ungerecht – ausgerechnet am Wochenende! Trübsinnig in meiner heißen Zitrone rührend, wünschte ich mir den Moment herbei, in dem ich mich nicht mehr so verdammt matschig fühlen würde. Und er kam! Schon am nächsten Morgen konnte ich wieder strukturiert denken und fühlte mich gar nicht mal so übel – endlich wieder leistungsfähig. Ein wunderbares Gefühl!

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