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	<title>Die Dinge, die ich mag</title>
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	<description>Aufschreiben, was gut ist...</description>
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		<title>Hostels &#8211; in der Welt zuhause</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Apr 2012 10:51:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Victor</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Hostels]]></category>
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		<description><![CDATA[Solange ich das biblische Alter von 35 Jahren, von dem ich leider nicht mehr allzu weit entfernt bin, noch nicht erreicht habe, darf ich noch in eine der besten Unterkunftsmöglichkeiten übernachten, die ich mir vorstellen kann: Hostels. Familiäre Atmosphäre und natürlich günstige Preise. Leider sind die meisten Hostels nur für Person zwischen 18 und 35 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Solange ich das biblische Alter von 35 Jahren, von dem ich leider nicht mehr allzu weit entfernt bin, noch nicht erreicht habe, darf ich noch in eine der besten Unterkunftsmöglichkeiten übernachten, die ich mir vorstellen kann: Hostels. Familiäre Atmosphäre und natürlich günstige Preise. Leider sind die meisten Hostels nur für Person zwischen 18 und 35 gedacht. Daher: Time is running! Denn rund um den Globus gibt es viele einzigartige Hostels, in denen ich schon übernachtet habe und sicher noch einige mehr, die es wert wären, entdeckt zu werden.</p>
<p>Meine fünf Favoriten sind bisher das Station Hostel in Köln, das Peace and Love Hostel in Paris, das Baroque Hostel in Budapest und das Kings House Hotel in Schottland sowie das Traffic Inn Hostel im südwestchinesischen Chengdu. Die ersten vier, allesamt europäische Hostels, zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie über eine Gemeinschaftsküche verfügen, sodass man nicht teuer essen gehen muss und, was mir viel wichtiger ist, beim Kochen interessante Menschen aus aller Welt kennenlernt. Da gibt es Japaner auf Europatour, denen man Tipps für den bald anstehenden Programmpunkt Hamburg geben kann. Es gibt Weltenbummler, die mit dem Rad China &#8211; das nebenbei bemerkt eine Fläche umfasst, in die Deutschland 27mal hineinpasst &#8211; durchqueren.</p>
<p>Und manchmal gibt es Freaks, die schnell zum Gesprächsthema unter den restlichen Hostelgästen werden. In einer Nacht im Mehrbettzimmer weckte mich ein Holländer auf Drogen um 4 Uhr nachts auf, um mehrfach nach der Uhrzeit zu fragen und mich anschließend stundenlang über mein Leben auszufragen. In Budapest streunte ein halluzinierender Ire zu nächtlicher Stunde herum, sprach mit Menschen, die nicht da waren, und sang hin und wieder ein Liedchen. Apropos Gesprächsthema: In Chengdu wusste bald jeder Hostelgast, ob er wollte oder nicht, von der neuesten Geschlechtskrankheit eines partywütigen Kanadiers, der ein Faible für die asiatischen Schönheiten hatte. Und die Moral von der Geschicht: ohne Gummi? Lieber nicht!</p>
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		<title>Flucht nach innen &#8211; Kinofilm, der gesessen hat!</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Mar 2012 13:15:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Victor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit wenig Erwartungen gingen meine Freundin und ich vor Kurzem spontan abends noch ins Kino. Es war unter der Woche und schon relativ spät. Die letzte Vorstellung, die an dem Abend lief, war „Die Summe meiner einzelnen Teile“. Ich hatte vorher nie davon gehört, aber zumindest der Name des Regisseurs war mir ein Begriff. Hans [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit wenig Erwartungen gingen meine Freundin und ich vor Kurzem spontan abends noch ins Kino. Es war unter der Woche und schon relativ spät. Die letzte Vorstellung, die an dem Abend lief, war „Die Summe meiner einzelnen Teile“. Ich hatte vorher nie davon gehört, aber zumindest der Name des Regisseurs war mir ein Begriff. Hans Weingartner hat bereits 2003 den erfolgreichen kapitalismuskritischen Kinofilm „Die fetten Jahre sind vorbei“ gedreht. Auch Weingartners aktuelles Werk „Die Summe meiner einzelnen Teile“ ist gesellschaftskritisch. Allerdings auf eine sehr viel subtilere Art und Weise.</p>
<p>Der Film hat ein bisschen was von „A Beautiful Mind“. Martin, die Hauptfigur, ehemals als Mathematiker bei einem großen Unternehmen angestellt, halluziniert. Doch das stellt sich erst gegen Ende des Filmes wirklich deutlich heraus. Martin war jemand, der im Anzug zur Arbeit ging und abends zu seiner Freundin nach Hause kam. Wegen einer psychischen Erkrankung, die behandelt werden musste, ist ihm sein altes Leben völlig entglitten. Job weg, Freundin weg und es dauert nicht lange, da wird sein Hab und Gut gepfändet und er verliert auch das Dach überm Kopf.</p>
<p>Martins Leben auf der Straße machte mir bewusst, dass uns auch ein Hochschulabschluss manchmal nicht vor Arbeits- und Obdachlosigkeit bewahren kann. Zwar sind nur vier Prozent der Akademiker arbeitslos, doch Martins Schicksal zeigt, wie schnell man alles verlieren kann. Er lebt auf der Straße, wühlt in Mülleimern nach Pfandflaschen und kauft von dem Geld Wodka, den er literweise trinkt, um der Realität zu entfliehen. Die Menschen um ihn herum schenken ihm keinerlei Beachtung mehr. Er wird angefahren, doch der Autofahrer hält es nicht für nötig, wegen eines „Penners“ einen Krankenwagen zu rufen. Jugendliche beschimpfen und bedrohen ihn, wollen ihn verprügeln. Das kennt er schon. Sein Vater hat ihn früher oft geschlagen. Martin, der Mathematiker, flüchtet in seine Zahlenwelt, in den Rausch des Alkohols, in den Wald, in die Halluzination. Ein Psychodrama, das mich überraschend und mit voller Wucht getroffen hat.</p>
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		<title>Wanted: zweites Wohnzimmer!</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Mar 2012 14:21:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Victor</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kneipe]]></category>
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		<category><![CDATA[Sternschanze]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Schanzenviertel, DAS alternative Viertel Hamburgs. Hier gibt es Kunst und Kultur, hier sind die coolen Bars und gemütlichen Cafés. So oder so ähnlich steht‘s im Reiseführer. Touristen strömen in Scharen herbei, um das Hamburger Szeneviertel zu besuchen. Am Wochenende kriechen Menschenschlangen im Fünfminutentakt der U- und S-Bahnen von der Haltestelle Sternschanze aus in die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Schanzenviertel, DAS alternative Viertel Hamburgs. Hier gibt es Kunst und Kultur, hier sind die coolen Bars und gemütlichen Cafés. So oder so ähnlich steht‘s im Reiseführer. Touristen strömen in Scharen herbei, um das Hamburger Szeneviertel zu besuchen. Am Wochenende kriechen Menschenschlangen im Fünfminutentakt der U- und S-Bahnen von der Haltestelle Sternschanze aus in die hoffnungslos überfüllten Bars.</p>
<p>Längst kennen auch die reichen Schmocks das Viertel, das ihrem Image einen Hauch Hippness hinzuzufügen vermag, wie eine pseudo-alternative Flasche Club Mate in der Hand es in diesem Ausmaß niemals könnte. So steigen die Mieten immer weiter. Die ehemaligen Schanzenbewohner, die das besondere Flair des Viertels ausmachen, verschwinden nach und nach. Typen mit Macbooks und schwarz umrandeten Ich-mach-was-mit-Medien-Brillen bevölkern die Cafés und zahlen monströse Mietpreise, um hier wohnen zu dürfen. Gentrifizierung überall.</p>
<p>Wo also flüchtet sich der ruhebedürftige Hamburger hin, wenn ihm sein Lebensraum genommen wird? Wo sind eigentlich die wirklich coolen Geheimtipps in Hamburg?<br />
Einer dieser echten Geheimtipps befindet sich in Hamburg-Dulsberg: Das Café May hat einen rustikalen Dielenfußboden auf dem schon mal Kinder auf ihren Bobbycars herumrutschen, während die Erwachsenen versuchen, ihr Frühstück vom Buffet für knappe fünf Euro sicher zum Tisch zu transportieren, ohne dabei von ihren Sprösslingen über den Haufen gefahren zu werden. Es herrscht ein fröhliches Durcheinander in diesem Café, das einer Wohnung gleicht, die aus unzähligen Wohnzimmern besteht. Hier gibt es Möbel wie aus Omas guter Stube, ein Bücherregal und abends trinkt man Bier und spielt gemeinsam Gesellschaftsspiele, die man sich an der Theke ausleihen kann. Die Kellner und Kellnerinnen sind aufgeschlossen und herzlich, kommen aber nie an die Tische um Bestellungen einzufordern. Man lässt die Gäste in Ruhe, sie werden schon zum Tresen kommen, wenn sie durstig sind. So kann man sich ganz wie im eigenen Wohnzimmer fühlen. Hier lässt es sich leben! Überleben gesichert.</p>
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		<title>Simsalabim &#8211; Victor zaubert exotische Genüsse</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Feb 2012 10:47:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Victor</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Essen]]></category>
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		<description><![CDATA[Eigentlich sind meine Kochkünste &#8211; wie die der meisten Männer &#8211; recht bescheiden, wenn ich ehrlich bin. Ich kann zwar toll Spiegeleier braten und Nudeln kochen, sofern man davon absieht, dass letztere mir hin und wieder überkochen, aber spätestens beim Zubereiten von Pfannkuchen hören meine Fähigkeiten auf. Doch nun hat meine Freundin etwas entdeckt, das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich sind meine Kochkünste &#8211; wie die der meisten Männer &#8211; recht bescheiden, wenn ich ehrlich bin. Ich kann zwar toll Spiegeleier braten und Nudeln kochen, sofern man davon absieht, dass letztere mir hin und wieder überkochen, aber spätestens beim Zubereiten von Pfannkuchen hören meine Fähigkeiten auf. Doch nun hat meine Freundin etwas entdeckt, das unseren Gästen bei minimalem Aufwand eine Menge Raffinesse und Exotik vorgaukelt: Eine Art Maggi-Tüten-Pulver aus dem Asiashop. Dose auf, Pulver rein, Reis dazu &#8211; fertig. Dosenfutter!? Nicht ganz. Eine Dose Kokosmilch bildet die Basis. Thailändisches „Tom Ka“ Pulver, das u. a. Zitronengras enthält, sorgt für den exotischen Geschmack. Wem Soße mit Reis nicht reicht, der fügt Gemüse oder Fleisch hinzu. Am Besten passt weißes Fleisch wie z. B. Hähnchen.</p>
<p>Ein anderes Zauberpulver mit rotem oder gelbem Curry eignet sich hervorragend, um indisches Dal zu kochen. Dal kann zum Beispiel aus roten Linsen oder Kichererbsen bestehen. Leider sind getrocknete Kichererbsen zwar billig, benötigen jedoch eine Nacht zum Quellen. Danach muss man sie zusätzlich noch eine ganze Stunde weich kochen. Deswegen bin ich schnell zu Konserven übergegangen. Mit getrockneten Linsen funktioniert es allerdings ganz toll. Nach der Arbeit habe ich selten Lust, aufwendig zu kochen. Daher ist Linsendal, auf indisch Masur Dal genannt, neuerdings eins meiner liebsten Gerichte, wenn meine Freundin nicht da ist. Einfach acht bis zwölf Minuten zusammen mit Kokosmilch und dem Zauberpulver kochen, fertig. Dal sieht leider nicht besonders schön aus, schmeckt aber sehr intensiv.</p>
<p>Der intensive Geschmack rührt teilweise von den exotischen Gewürzen wie Curry, Koriander und Ingwer her. In einigen der Zauberpulver aus dem Asiashop ist allerdings auch MSG (Glutamat) enthalten. Das Zeug kann man dort wie andere Gewürze auch sogar pur kaufen. Mir persönlich ist das zu heikel. Ich bleibe lieber bei den Mischungen, in denen die einzelnen Gewürze schon im richtigen Mischungsverhältnis enthalten sind. Da weiß man, was man hat und die Gäste wissen nicht, was man wirklich kann.</p>
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		<title>Wie Chris McCandless Freiheit suchte und die Suche mit dem Tod bezahlte</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 08:51:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Victor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Letzte Woche schrieb ich über den Film „Atmen“ mit dem Laienschauspieler Thomas Schubert in der Hauptrolle. Dadurch, dass Schubert vorm Dreh kaum Schauspieltechniken erlernt hatte, jedoch viel Talent besitzt, wirkte er sehr authentisch in seiner Rolle des orientierungslosen, unsicheren Roman Kogler. Diese Echtheit macht den Film besonders. Heute möchte ich über einen weiteren, noch viel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Letzte Woche schrieb ich über den Film „Atmen“ mit dem Laienschauspieler Thomas Schubert in der Hauptrolle. Dadurch, dass Schubert vorm Dreh kaum Schauspieltechniken erlernt hatte, jedoch viel Talent besitzt, wirkte er sehr authentisch in seiner Rolle des orientierungslosen, unsicheren Roman Kogler. Diese Echtheit macht den Film besonders. Heute möchte ich über einen weiteren, noch viel intensiveren Film berichten, den ich in letzter Zeit gesehen habe: &#8220;Into the Wild&#8221;. Auch &#8220;Into the Wild&#8221; ist sehr echt, jedoch auf eine andere Art und Weise. Dass die Story auf wahren Begebenheiten beruht, macht diesen dramatischen Film noch mitreißender.</p>
<p>Chris McCandless, der aus einer reichen Familie stammt, ist nach dem Abschluss seines Studiums endgültig sein bisheriges Leben satt. Seine Eltern begreifen nicht, dass er sich etwas anderes wünscht als materielle Dinge. Unter einem Vorwand verschwindet er daher. Er taucht ab, um als Tramper durch die USA zu reisen und lässt alles zurück: seine Schwester, Sicherheit und Sauberkeit. Sein Auto zündet er an, sein Geld spendet er an eine Hilfsorganisation.</p>
<p>Er nennt sich nun Alexander Supertramp und hat sein altes Leben gegen Obdachlosen-Tafeln und illegales Zugfahren aber auch gegen Freiheit eingetauscht. Immer wieder trifft er auf seiner Reise Menschen, mit denen er Erlebnisse teilen kann, die in ihm etwas Besonderes sehen, seine Persönlichkeit schätzen, doch jedes Mal läuft er plötzlich davon, sucht die Einsamkeit. Mehrere Schicksalsschläge führen schließlich dazu, dass er völlig abgemagert und mit Vergiftungserscheinungen allein in der Wildnis Alaskas stirbt. In sein Tagebuch schreibt er kurz vor seinem Tod die Erkenntnis, die ihm zu spät kam: „Happiness is only real when shared.“</p>
<p>Besonders tragisch ist, dass die Rettung gleich doppelt nah war: Da Chris den Weg, den er gekommen war, über den im Sommer reißenden Fluss nicht zurückgehen konnte, sah er keine Möglichkeit, in die Zivilisation zurückzukehren. Aus seiner alten ungenauen Karte ging nicht hervor, dass diese nur etwa 25 Kilometer entfernt gewesen wäre. Gut zwei Wochen nach seinem Tod fanden Elchjäger Chris‘ Leiche.</p>
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		<title>„Atmen“ &#8211; atemberaubend guter Film!</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 08:03:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Victor</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gefängnis]]></category>
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		<description><![CDATA[Roman sitzt im Knast. Wenn er Ausgang hat, geht er auf den Friedhof. Hier liegt der Junge begraben, den er als 14jähriger zu Tode geprügelt hat. Damals war ein Heimkind. Seine völlig überforderte Mutter hatte ihn bereits als Baby weggegeben. Vom Heim direkt ins Gefängnis. Er kennt nichts anderes als starre Regeln und Kontrolle. Überall [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Roman sitzt im Knast. Wenn er Ausgang hat, geht er auf den Friedhof. Hier liegt der Junge begraben, den er als 14jähriger zu Tode geprügelt hat. Damals war ein Heimkind. Seine völlig überforderte Mutter hatte ihn bereits als Baby weggegeben. Vom Heim direkt ins Gefängnis. Er kennt nichts anderes als starre Regeln und Kontrolle. Überall Kameras, abmelden, anmelden. Regelmäßig schaut man ihm in sämtliche Körperöffnungen. Routine, Roman kennt nichts anderes. Der Zuschauer kann seine Angst vor der Freiheit spüren. Bald wird der mittlerweile 19jährige vorzeitig entlassen, wenn es ihm gelingt, eine Ausbildungsstelle zu finden. Trotzig entscheidet er sich für ein Bestattungsunternehmen.</p>
<p>Prompt kommt er am ersten Tag zu spät, wirft jedoch nicht hin, denn von diesem Ausbildungsplatz hängt sein erster Schritt in die Freiheit ab. Leicht machen es ihm die neuen Arbeitskollegen zunächst nicht: Sie behandeln den „Knasti“ recht barsch. Roman weiß sich noch nicht in der ungewohnten Umgebung zu bewegen. So bittet er einmal einen Kollegen, ihm beim Binden der Krawatte zu helfen. Dieser lehnt ab, sodass der Junge vorm Chef bloßgestellt wird. Eine ähnliche Situation später ihm Film &#8211; eine meiner Lieblingszenen: Derselbe Mitarbeiter bindet vorm Spiegel seine Krawatte. Er ist eigentlich bereits fertig, löst den Knoten jedoch wieder, als der Junge von hinten herantritt, und beginnt langsam noch mal von vorn, sodass Roman sich die Technik bei ihm abschauen kann. Die Miene des Mannes bleibt hart und ausdruckslos, doch die Geste zeigt, dass sich etwas verändert hat. Er kommt zwar nicht aus seiner Haut, bleibt ruppig, doch hat er Roman ins Herz geschlossen.</p>
<p>Romans Begegnung mit seiner Mutter und das Ende des Films möchte ich nicht vorwegnehmen, doch so viel sei gesagt: ein großartiger Film!</p>
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		<title>Menschenrechte für 1,4 Milliarden und Denkanstöße für alle</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 13:34:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Victor</dc:creator>
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		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Körber-Stiftung]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Victor, das wissen diejenigen, die hin und wieder meinen Blog lesen, interessiert sich nicht nur für das allabendliche Fernsehprogramm. Irgendwie reicht ihm das nicht, diesem verrückten Hund. Deshalb treibt er sich bald hier und bald dort herum, um bloß nichts im politischen, gesellschaftlichen, kulturellen oder kulinarischen Bereich zu verpassen. „Stimmt“, sage ich. Ich muss [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Victor, das wissen diejenigen, die hin und wieder meinen Blog lesen, interessiert sich nicht nur für das allabendliche Fernsehprogramm. Irgendwie reicht ihm das nicht, diesem verrückten Hund. Deshalb treibt er sich bald hier und bald dort herum, um bloß nichts im politischen, gesellschaftlichen, kulturellen oder kulinarischen Bereich zu verpassen.<br />
„Stimmt“, sage ich. Ich muss immer überall dabei sein, interessiere mich für tausend Dinge. In einer modernen Wissens- und Informationsgesellschaft wahrscheinlich keine so schlechte Eigenschaft. Doch wo geht er hin, der Bildungsbürger von heute, um sein Verlangen nach Kunst und Politik zu stillen? Nun, beispielsweise zu den Veranstaltungen der Hamburger Körber-Stiftung. Zumindest tue ich das hin und wieder. Interessante Themen gibt es zuhauf: Mal geht es um Migration, mal um Europapolitik, dann wieder um asiatische Länder und manchmal auch um Musik.</p>
<p>Bei der letzten Veranstaltung der Körber-Stiftung, die ich besuchte, lautete das Thema: „Dialog in der Krise &#8211; China, Europa und die Menschenrechte“ &#8211; ein hochbrisantes Thema und dementsprechend hitzig war teilweise die Diskussion. Der Architekt Herr von Gerkan nahm eine recht wirtschaftliche Position ein und wetterte gegen den „Menschenrechtsimperialismus“ der Europäischen Union. Tilman Spengler, ein Sinologe, versuchte ihn zu beruhigen, indem er freundschaftlich seinen Arm tätschelte, und erwies sich im Laufe des Abends als grundsympathischer Typ, der das Prädikat „schweinecool“ verdient. Hinsichtlich der Menschenrechte habe sich in China schon viel getan, berichtete ein Chinese aus dem Publikum, während die Politologin Frau Dr. Kinzelbach der Meinung war, es sei möglich, das Tempo, in dem sich die Verbesserungen vollzögen, zu erhöhen. Der chinesischstämmige Journalist Ming Shi versorgte zwischendurch vor allem Herrn von Gerkan immer wieder mit einigen Informationsupdates. Einzig die Publikumsfrage, ob wachsender Wohlstand den Wunsch nach mehr Menschenrechten fördere oder bremse, versehen mit dem Hinweis, die DDR sei schließlich wirtschaftlich „ausgeblutet“ blieb schließlich im Raum stehen und im Kopf &#8211; zumindest in meinem &#8211; hängen.</p>
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		<title>Sushi und Globalisierung an der Festtagstafel</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 14:04:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Victor</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Sushi]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>

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		<description><![CDATA[Weihnachten. Standardprogramm: Auto packen, stundenlang auf meine Freundin warten, deren Wimpern vor der Abfahrt selbstverständlich noch akribisch getuscht werden müssen. Dann endlich losfahren, im Stau stehen, völlig entnervt und natürlich zu spät zum Mittagessen bei meinen Eltern aufkreuzen, noch völlig überfressen ein gefühltes Kilo Kuchen (&#8220;Ach Junge, nimm doch noch!&#8221;) draufschaufeln und schließlich nach dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weihnachten. Standardprogramm: Auto packen, stundenlang auf meine Freundin warten, deren Wimpern vor der Abfahrt selbstverständlich noch akribisch getuscht werden müssen. Dann endlich losfahren, im Stau stehen, völlig entnervt und natürlich zu spät zum Mittagessen bei meinen Eltern aufkreuzen, noch völlig überfressen ein gefühltes Kilo Kuchen (&#8220;Ach Junge, nimm doch noch!&#8221;) draufschaufeln und schließlich nach dem üppigen Abendessen unter den Weihnachtsbaum rollen, um Geschenke auszupacken. Wenigstens die Kirche fiel dieses Jahr wegen allgemeinem Völlegefühl und der damit verbundenen Trägheit aus.</p>
<p>Ein wenig Magendrücken nahm ich aber gern in Kauf, denn zum Abendessen gab es dieses Jahr statt dem üblichen Gänsebraten Sushi satt! Grund war zwar nicht etwa meine Vorliebe für asiatisches Essen, sondern der Gesundheitstrip, auf dem meine Mutter sich gerade befindet. Hauptsache war jedoch die Tatsache, dass ich nach Herzenslust zulangen konnte. Auch das gemeinsame Zubereiten hat viel Spaß gemacht. Ich war überrascht, aber es ist wirklich gar nicht so schwierig mithilfe der Bambusmatte ein wenig Reis plus Füllung in ein Algenblatt (Nori) zu wickeln. Am besten schmeckt mir Thunfisch mit Avocado und auch Surimi ist nicht übel. Am leichtesten zuzubereiten ist Sashimi, eine Sushi-Art, bei der einfach ein Stück roher Fisch auf ein Reisbällchen gelegt wird. Das einzig Schwierige aber auch das Leckerste sind California Rolls: eine amerikanische Variante dieses japanischen Gerichts, bei der der Reis sich außen befindet und das Nori-Blatt somit umhüllt. In Sesam gewälzt &#8211; ein Traum!</p>
<p>Sushi als Weihnachtsessen ist ein weiterer Beweis dafür, dass alle Bereiche unseres Lebens der Globalisierung unterworfen sind und außerdem eine der besten Ideen, die meine liebe Mutti jemals hatte!</p>
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		<title>Alle Wetter! Schuhkauf für Fortgeschrittene</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Jan 2012 09:46:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Victor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Weiße Weihnachten!? Fehlanzeige! Stattdessen allerfeinstes Hamburger Matschwetter mit allem, was so dazugehört: Fiese Eiseskälte, rauer Wind, Regen natürlich und am schlimmsten: Schneeregen. „Versuchen kann man es ja mal &#8230;“, denkt sich der Winter wohl und wirft hin und wieder eine Ladung Schneematsch über der schönsten Stadt der Welt ab. Ungemütlich. Aber einen (fast) waschechten Hamburger [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weiße Weihnachten!? Fehlanzeige! Stattdessen allerfeinstes Hamburger Matschwetter mit allem, was so dazugehört: Fiese Eiseskälte, rauer Wind, Regen natürlich und am schlimmsten: Schneeregen. „Versuchen kann man es ja mal &#8230;“, denkt sich der Winter wohl und wirft hin und wieder eine Ladung Schneematsch über der schönsten Stadt der Welt ab. Ungemütlich. Aber einen (fast) waschechten Hamburger Jung schreckt das selbstverständlich nicht! Und so kommt es, dass ich mich bei Wind und Wetter durch den Stadtpark kämpfe, um dem Winterspeck keine Chance zu geben. Der Vorteil bei dem Wetter ist, dass die Anzahl der verzogenen Hunde und Kleinkinder im Vergleich zum Sommer um ein Vielfaches geringer ist. Das wiederum ist sehr angenehm.</p>
<p>Als kleine zusätzliche Motivation für mich legte ich mir kürzlich neue Laufschuhe zu. Eine längst fällige Investition. Ich vermutete, das alte Paar seit circa sechs Jahren zu besitzen, doch der fachkundige Verkäufer im Hamburger Laufladen, der sämtliche Modelle auswendig kannte, schätzte das Alter meiner Treter eher auf neun Jahre. Er bestätigte mir, was ich befürchtet hatte: Die Federung war komplett hinüber.</p>
<p>Nach einer Laufanalyse probierte ich gut eine Stunde lang Schuhe an. Schuh an, schnüren, fester schnüren, Fersenschnürung, Schuh wieder aus &#8211; nächster! Irgendwann hörte ich auf zu zählen. Unglaublich, dass Frauen Spaß am Schuhkauf haben! Schließlich dann aber endlich die Erlösung, als das richtige Paar gefunden war. Das darf ich jetzt zwei Wochen lang in der freien Wildbahn testen und kann es bei größeren Problemen noch umtauschen. Ja liebe Frauen, nennt mir mal einen Schuhladen, der eure getragenen Pumps zurücknimmt!</p>
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		<title>Bazillensuppe statt Asia Food</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Dec 2011 11:37:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Victor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheit]]></category>
		<category><![CDATA[Winter]]></category>

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		<description><![CDATA[Kein Schnee weit und breit, doch dass es Winter wird, merkt man dennoch sehr deutlich. Woran? Jeder, mit dem ich in diesen Tagen spreche, ist krank, war gerade krank oder verspürt momentan die ersten Anzeichen einer herannahenden Erkältung. Die Bazillen-Suppe wabert geradezu durch Hamburg, die ganze Stadt hustet und prustet. Vermutlich werden die Preise für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kein Schnee weit und breit, doch dass es Winter wird, merkt man dennoch sehr deutlich. Woran? Jeder, mit dem ich in diesen Tagen spreche, ist krank, war gerade krank oder verspürt momentan die ersten Anzeichen einer herannahenden Erkältung. Die Bazillen-Suppe wabert geradezu durch Hamburg, die ganze Stadt hustet und prustet. Vermutlich werden die Preise für Taschentücher angesichts der gegenwärtig ins Unermessliche steigenden Nachfrage demnächst innerhalb kürzester Zeit geradezu explodieren.</p>
<p>Freitag wachte ich ungewohnt früh auf, noch bevor mein Wecker klingelte. Der Grund dafür wurde mir schnell klar, sobald ich nicht mehr ganz so benommen war: Ein quälender Halsschmerz, der mich über Nacht befallen haben musste, hatte mich aus dem Schlaf gerissen. Zunächst dachte ich angesichts des Ausmaßes meiner Schmerzen daran, auf dem Weg zur Arbeit eine Apotheke aufzusuchen, doch mein Stolz zwang mich, einen Kompromiss einzugehen und in einer Drogerie die billigsten Halsbonbons zu kaufen. Im Laufe des Tages ließen meine Halsschmerzen dann auch tatsächlich nach, doch stattdessen brachte mich eine rasch aufblühende Erkältung in der nächsten Nacht an den Rand des Erstickungstodes. Am darauf folgenden Tag fühlte ich mich weder in der Lage etwas Produktives zu tun, noch hatte ich Lust auf einen weiteren Versuch, mehr schlecht als recht zu schlafen. Das Einzige, was mir übrig blieb, war, vor mich hinzuvegetieren.</p>
<p>Das Abendessen mit einigen asiatischen Freunden musste ausfallen, denn in China geht man zum Naseputzen auf die Toilette, und da mein stündlicher Taschentuchverbrauch bei gut zwei Packungen lag, konnte ich den Restaurantbesuch abschreiben. Das Leben ist wirklich ungerecht &#8211; ausgerechnet am Wochenende! Trübsinnig in meiner heißen Zitrone rührend, wünschte ich mir den Moment herbei, in dem ich mich nicht mehr so verdammt matschig fühlen würde. Und er kam! Schon am nächsten Morgen konnte ich wieder strukturiert denken und fühlte mich gar nicht mal so übel &#8211; endlich wieder leistungsfähig. Ein wunderbares Gefühl!</p>
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